Posthorn
Ventilloses Signalhorn der Postkutschen.
Was es bedeutet
Das Posthorn ist ein ventilloses Signalhorn, das früher auf Postkutschen geblasen wurde. Es ist meist in Form eines Kreises oder Ovals gewunden und hat ein enges Rohr mit Kesselmundstück. Weil es keine Ventile besitzt, kann es nur die Naturtöne spielen, also vor allem Dreiklangstöne und Signale. Das Posthorn kündigte die Ankunft der Post an und diente als Signal.
Musikalische Verwendung
Als Symbol der Post ist das Posthorn bis heute bekannt. Musikalisch taucht es als Klangfarbe der Ferne auf, etwa in Mozarts „Posthorn-Serenade“ (KV 320, 1779), in der es im Trio des Menuetts erklingt, und im dritten Satz von Gustav Mahlers dritter Sinfonie (1896), wo ein Posthorn-Solo aus der Ferne ertönt. Im Orchester wird es oft durch ein Flügelhorn oder eine Trompete ersetzt.
Abzugrenzen ist das Posthorn vom Waldhorn, das im Orchester gespielt wird und einen weiteren Umfang besitzt, und von der Fanfare, die aus Signalfiguren mehrerer Instrumente besteht.
Spielpraxis
Wenn du Posthorn spielst, halte den Ton gleichmäßig und beschränke dich auf die klaren Naturtöne. Die Wirkung liegt in der schlichten Melodie und im weichen Anschlag aus der Ferne.