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Jazz

Ragtime

Synkopierte Klaviermusik afroamerikanischen Ursprungs um 1900 (Scott Joplin).

Was es bedeutet

Ragtime ist eine synkopierte Klaviermusik afroamerikanischen Ursprungs, die um 1900 in den USA entstand und ihre Blütezeit etwa zwischen 1895 und 1918 hatte. Die linke Hand spielt ein gleichmäßiges Muster aus Bass und Akkord in Marschmanier, die rechte Hand eine lebhaft synkopierte Melodie. Der Name wird von „ragged time“ („zerrissene Zeit“) abgeleitet.

Musikalische Verwendung

Ein Ragtime besteht meist aus mehreren Abschnitten zu je sechzehn Takten, die mit Wiederholungen aneinandergefügt werden, ähnlich einem Marsch. Der Komponist Scott Joplin (um 1868–1917) machte die Form mit dem „Maple Leaf Rag“ (1899) und „The Entertainer“ (1902) berühmt. Er wies darauf hin, dass Ragtime nicht zu schnell gespielt werden soll. In den 1970er Jahren erlebte er durch den Film „Der Clou“ eine Wiederentdeckung. Er ist ein Vorläufer des Jazz.

Abzugrenzen ist der Ragtime vom Jazz, der stärker auf Improvisation beruht, und vom Boogie-Woogie, der Blues-Bassfiguren und einen anderen Rhythmus verwendet.

Spielpraxis

Übe Ragtime zuerst langsam: Die linke Hand hält den Puls sicher, die rechte spielt die Synkopen darüber. Achte auf klare Artikulation und darauf, dass die Melodie nicht gehetzt wird; Joplin wollte Eleganz, keine Eile.