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Instrument

Saxophon

Holzblasinstrument aus Metall mit einfachem Rohrblatt (Adolphe Sax, 1840er-Jahre).

Was es bedeutet

Das Saxophon ist ein Blasinstrument mit konischer, meist aus Messing gefertigter Röhre und einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt, wie es sonst bei der Klarinette verwendet wird. Trotz des Metallkorpus zählt es wegen dieser Tonerzeugung über ein Rohrblatt zu den Holzblasinstrumenten, nicht zu den Blechbläsern.

Erfunden wurde es vom belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax, der es 1846 in Paris patentieren ließ, ursprünglich als Bindeglied zwischen Holz- und Blechbläsern für Militärkapellen.

Im Notenbild

Saxophonstimmen werden stets transponiert notiert: Für Es-Instrumente (Sopranino, Alt, Bariton) und B-Instrumente (Sopran, Tenor) wird jeweils eine eigene, dem Klang angepasste Notation verwendet, sodass die Griffweise über die ganze Familie hinweg gleich bleibt.

Musikalische Verwendung

Das Saxophon existiert in einer ganzen Instrumentenfamilie unterschiedlicher Stimmlagen, von Sopranino bis Kontrabass, wobei Alt- und Tenorsaxophon am gebräuchlichsten sind. Im klassischen Orchester blieb es eine Ausnahmeerscheinung, etwa bei Bizet oder Ravel, während es im Jazz seit den 1920er-Jahren zu einem der prägendsten Instrumente überhaupt wurde, mit Solisten wie Charlie Parker oder John Coltrane.

Auch in Militärkapellen, Bigbands und der Popmusik hat sich das Saxophon fest etabliert, dank seiner großen dynamischen Bandbreite und seiner Fähigkeit, sowohl weich-lyrisch als auch scharf und durchsetzungsfähig zu klingen.

Abzugrenzen ist das Saxophon von der Klarinette, mit der es das einfache Rohrblatt teilt, sich aber durch die konische statt zylindrische Bohrung und den dadurch helleren, kräftigeren Grundklang unterscheidet.

Spielpraxis

Achte auf einen stabilen Ansatz und gleichmäßigen Luftdruck, da das Saxophon empfindlich auf Schwankungen reagiert und leicht zum Kiepsen neigt. Übe den Übergang zwischen den Registern besonders sorgfältig, da sich dort Ansatz und Grifftechnik am stärksten verändern.