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Instrument

Schellenbaum

Stangeninstrument der Militärmusik mit Glöckchen.

Was es bedeutet

Der Schellenbaum ist ein aufrecht getragenes Stangeninstrument, an dem mehrere Querstreben mit zahlreichen kleinen Glöckchen und Schellen befestigt sind, oft ergänzt durch Roßschweife, Halbmonde und andere Verzierungen.

Er erzeugt keinen Ton im melodischen Sinn, sondern wird beim Marschieren geschüttelt oder rhythmisch auf den Boden aufgesetzt, sodass die Glöckchen ein helles, durchdringendes Klingeln erzeugen.

Musikalische Verwendung

Der Schellenbaum stammt ursprünglich aus der türkischen Janitscharenmusik (Mehterhâne), wo er als Symbol militärischer Macht mitgeführt wurde. Über die Mode der „Türkischen Musik“ gelangte er im 18. Jahrhundert nach Europa und wurde dort von zahlreichen Militärkapellen als repräsentatives Instrument übernommen.

In der klassischen Konzertmusik findet sich der Schellenbaum gelegentlich in Werken, die einen türkisch inspirierten Klangeindruck erzeugen sollen; im heutigen Alltag ist er vor allem noch fester Bestandteil deutscher Militär- und Polizeikapellen bei Aufmärschen.

Abzugrenzen ist der Schellenbaum vom einzelnen Schellenring oder Tamburin, die ebenfalls Schellen tragen, aber als handgehaltenes Rhythmusinstrument in der Hand gespielt werden statt als aufrecht getragenes Standardinstrument einer Marschformation.

Spielpraxis

Trage den Schellenbaum aufrecht und führe ihn im Marschtempo mit gleichmäßigen, rhythmischen Bewegungen, damit das Glöckchenklingeln im Takt der Kapelle bleibt. Ein zu heftiges Schütteln lässt den Klang unkontrolliert und undeutlich wirken.