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Form

Al fine

\"Bis zum Ende\" – Anweisung zum Abschluss.

Was es bedeutet

Al fine heißt „bis zum Ende" und gehört zu den Anweisungen, mit denen Wiederholungen gesteuert werden. Die Wendung steht in Verbindung mit da capo oder dal segno und besagt, wie weit nach dem Rücksprung gespielt werden soll: bis zu der Stelle, an der das Wort fine steht.

Vollständig lauten die Anweisungen da capo al fine — „vom Anfang bis zum Ende", abgekürzt D.C. al fine — und dal segno al fine — „vom Zeichen bis zum Ende", abgekürzt D.S. al fine. In beiden Fällen endet das Stück nicht am letzten notierten Takt, sondern an der mit fine bezeichneten Stelle.

Gleichbedeutend ist sin' al fine, „bis zum Ende". Zu unterscheiden ist al fine von al coda, das verlangt, an einer bezeichneten Stelle zu einem eigenen Schlussteil, der Coda, zu springen.

Im Notenbild

Die Anweisung D.C. al fine oder D.S. al fine steht am Ende des Abschnitts, nach dem zurückgesprungen wird, meist über oder unter dem letzten Taktstrich. Das Wort fine steht über der Stelle, an der das Stück endet, häufig über einem Doppelstrich mitten im Notentext. Ein Wiederholungszeichen im zurückgesprungenen Abschnitt wird beim zweiten Durchgang in der Regel nicht beachtet.

Musikalische Verwendung

Die Anweisung spart Notenpapier bei Formen, in denen ein Anfangsteil nach einem Mittelteil wiederkehrt. Typisch ist sie für dreiteilige Formen wie die Da-capo-Arie des Barock, für Menuette mit Trio und für viele Tänze und Lieder. Die Form ergibt sich damit aus der Notation: Anfangsteil, Mittelteil, Wiederholung des Anfangsteils bis fine.

Spielpraxis

Suche vor dem ersten Durchgang die Stelle mit fine und markiere sie deutlich. Beim Einrichten der Stimmen hilft es, Rücksprung und Endpunkt farbig zu markieren, damit im Ensemble niemand über das Fine hinausspielt. Achte darauf, dass der Schluss an der Fine-Stelle als Schluss klingt, auch wenn er mitten auf der Seite steht. Und prüfe bei Da-capo-Arien, ob beim zweiten Durchgang Verzierungen erwartet werden.