Al fine
Al fine ist italienisch und heißt „bis zum Schluss“. Am häufigsten steht es in „Da capo al fine“ (D.C. al Fine): Du springst an den Anfang zurück und spielst bis zu der Stelle, an der das Wort „Fine“ steht. Die Wendung kommt auch ohne Rücksprung vor, als Angabe, wie lange etwas gilt.
- Bedeutung
- „bis zum Schluss“ (eines Musikstücks)
- Häufigste Wendung
- „Da capo al fine“ (D.C. al Fine): vom Anfang bis zum Schlusszeichen
- Zweite Wendung
- „Dal segno al fine“ (D.S. al Fine): vom Zeichen bis zum Schlusszeichen
- Die Stelle heißt
- Fine
„Bis zum Schluss“
„Al fine“ heißt „bis zum Schluss eines Musikstückes“; „da capo al fine“ heißt: vom Anfang bis zum Schlusszeichen wiederholen. Als musikalische Anweisung bedeutet „al fine“, dass der erste Teil eines Stücks bis zu der Stelle wiederholt wird, an der das Wort „fine“ steht, und zwar vom Anfang (da capo) oder von einem besonderen Zeichen an (dal segno). Bei „D.C. al Fine“ spielt man bis zum Ende oder bis zum Wort „Fine“, falls es dasteht.
D.C. al Fine: Teil A, Teil B, zurück zum Anfang
Eigenes Beispiel, nicht die Melodie eines Stücks. Das „Fine“ steht über dem Schlusston von Teil A, dem c in Takt 4 (Ereignis 7). Am Ende von Teil B, in Takt 8, steht „D.C. al Fine“. Du spielst Takt 1–8, springst zurück zu Takt 1 und hörst nach Takt 4 beim „Fine“ auf. Der Abspielknopf spielt die Zeile nur einmal von Takt 1 bis 8; den Rücksprung macht er nicht.
Drei Stellen im Notenarchiv
Zwei Blätter benutzen „al fine“ als Rücksprung, ein drittes nur als Angabe zur Dauer. Die Tabelle stellt sie nebeneinander.
| Stelle im Archiv | Was dort steht | Wirkung | Ziel |
|---|---|---|---|
| Gitarrenschule Nr. 17 (Carulli), Takt 32 | „D.C. al Fine“ | Rücksprung an den Anfang | Schluss bei „Fine.“ in Takt 16 |
| La Gracieuse (Burgmüller), Takt 16 | „D.C. al Fine.“ | Rücksprung an den Anfang | Schluss bei „Fine.“ in Takt 8 |
| In der Halle des Bergkönigs (Grieg), Seite 3, Takt 58 | „sempre stretto sin al fine“ | kein Rücksprung; die Angabe gilt von Takt 58 an | bis zum Schluss des Stücks |
Al fine im Archiv
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Gitarrenschule, Stück Nr. 17 Ferdinando Carulli (1770–1841), aus der „Guitar-Skole“ · Gitarre · 1 Seite
Unter dem letzten Takt (Takt 32), vor dem Wiederholungszeichen am Taktende, steht „D.C. al Fine“. Das Ziel steht in Takt 16: Dort folgt auf den Schlussklang das Wort „Fine.“. 3/8-Takt, „Tempo di Valse“, vier Kreuze.
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La Gracieuse Friedrich Burgmüller (1806–1874), op. 100 Nr. 8, aus „25 leichte Etüden“ · Klavier · 1 Seite
Unter der linken Hand in Takt 16 steht „D.C. al Fine.“ in kursiver Schrift, in der rechten Hand im selben Takt „dim. e poco rit.“. Das Ziel „Fine.“ steht in Takt 8. 3/4-Takt, „Moderato“, ein ♭.
Al fine ohne Rücksprung
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In der Halle des Bergkönigs Edvard Grieg (1843–1907), op. 46 Nr. 4, aus der Peer-Gynt-Suite Nr. 1 (laut Blatt) · Klavier · 4 Seiten
Auf Seite 3 steht in Takt 58 kursiv zwischen den Systemen „sempre stretto sin al fine“. Das Stück enthält weder „D.C.“ noch „Fine“ noch ein Segno; die Angabe gilt demnach bis zum Schluss des Stücks. 4/4-Takt (C), zwei Kreuze.
Mit und ohne Rücksprung
Der Unterschied liegt darin, ob ein Rücksprung dabeisteht. Bei Carulli und Burgmüller steht vor „al fine“ das „D.C.“, also springst du zurück. Bei Grieg fehlen „D.C.“ und „Fine“; dort sagt „al fine“ nur, dass die Angabe bis zum Schluss des Stücks gilt. Das Wort „sempre“ heißt „immer“.
Häufige Fehler
- Das ganze Stück ein zweites Mal spielen: „al fine“ heißt „bis zum Schluss“, und das ist die Stelle mit dem Wort „Fine“, nicht das Ende des Drucks.
- Jedes „al fine“ als Rücksprung lesen: Ohne „D.C.“ oder „D.S.“ gibt es keinen Sprung.
- Beim ersten Durchgang am „Fine“ aufhören: Das Wort gilt erst nach dem Rücksprung; vorher spielst du darüber hinweg.
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Verwandte Begriffe
FineDa capoDal segnoCodaSegnoWiederholungszeichenSempre
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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