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Notation

Bezifferung

Ziffern über oder unter der Bassstimme, die die Generalbass-Akkorde angeben.

Was es bedeutet

Die Bezifferung besteht aus arabischen Ziffern, gelegentlich ergänzt durch Vorzeichen, die über oder unter den Noten einer Bassstimme notiert werden. Sie geben an, welche Intervalle über dem jeweiligen Basston zu spielen sind, und legen so den zu bildenden Akkord fest, ohne die Oberstimmen im Einzelnen auszuschreiben.

Fehlt eine Bezifferung ganz, wird üblicherweise ein einfacher Dreiklang in Grundstellung über dem Bassten angenommen; abweichende Umkehrungen oder Zusatztöne werden durch die entsprechenden Ziffern angezeigt.

Im Notenbild

Typische Ziffern sind etwa die 6 für einen Sextakkord, die 6/4 für einen Quartsextakkord oder die 7 für einen Septakkord. Ein Kreuz, ein B oder ein Auflösungszeichen neben einer Ziffer verändert das entsprechende Intervall chromatisch, ein durchgestrichenes Kreuz zeigt eine Erhöhung des Basstons selbst an.

Musikalische Verwendung

Die Bezifferung ist das zentrale Notationsmittel des Generalbasses im Barock, mit dem Continuo-Spieler am Cembalo, an der Orgel oder auf der Laute die vorgesehene Harmonie realisieren konnten, ohne dass der Komponist jede Stimme ausschreiben musste. Sie erlaubte zugleich einen gewissen Improvisationsspielraum bei der Ausführung der Oberstimmen.

Abzugrenzen ist die Bezifferung von der modernen Akkordsymbolschrift der Popularmusik, die Akkorde mit Buchstaben statt mit Intervallziffern über einem festgelegten Basston beschreibt.

Spielpraxis

Wenn du Generalbass nach Bezifferung realisierst, lies zunächst den Basston und die zugehörigen Ziffern zusammen, bevor du die Oberstimmen greifst. Übe gängige Ziffernkombinationen wie 6, 6/4 oder 7 so lange, bis du den zugehörigen Akkord ohne Zögern findest.