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Form

Courante

Barocktanz im Dreiertakt; fester Satz der Suite nach der Allemande.

Was es bedeutet

Die Courante ist ein Tanzsatz im Dreiertakt, der im 17. und frühen 18. Jahrhundert zum festen Bestand der Instrumentalsuite gehörte. Der Name leitet sich vom französischen courir (laufen) ab und beschreibt die fließende, schreitende Bewegung des zugrundeliegenden Tanzes.

Es haben sich zwei eigenständige Typen entwickelt: die französische Courante mit ihrem komplexen, oft mehrdeutigen Metrum zwischen 3/2 und 6/4, und die italienische Corrente, die schneller und rhythmisch geradliniger in 3/4 oder 3/8 gehalten ist. Beide Formen finden sich häufig nebeneinander im Repertoire des Barock.

Musikalische Verwendung

In der klassischen Suitenfolge steht die Courante an zweiter Stelle, nach der gemessenen Allemande und vor der langsamen Sarabande. Dieser Wechsel von gehaltenem zu bewegtem Tempo prägt den dramaturgischen Aufbau der Suite und findet sich so etwa bei Johann Sebastian Bach in dessen englischen und französischen Suiten sowie in den Solosuiten für Violoncello.

Die französische Courante zeichnet sich durch eine kunstvolle rhythmische Schwebe aus, bei der Zweier- und Dreiergruppierungen gegeneinander verschoben werden, was ihr einen eigentümlich schwerelosen, manchmal melancholischen Charakter verleiht. Die italienische Corrente wirkt dagegen heiterer und geradliniger.

Spielpraxis

Bei der französischen Courante lohnt es sich, die metrische Mehrdeutigkeit bewusst hörbar zu machen, statt sie in ein starres Dreiertaktschema zu pressen. Die Corrente dagegen verlangt einen klaren, gleichmäßigen Puls und darf durchaus virtuos-bewegt musiziert werden.