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Moderne

Farbenmusik

Verbindung von Musik mit Farbe und Licht, etwa durch Farborgeln oder synästhetische Konzepte.

Was es bedeutet

Farbenmusik bezeichnet Versuche, Musik mit Farbe und Licht zu verbinden. Dahinter steht die Vorstellung, dass Töne und Farben einander entsprechen können, sei es nach einer festen Zuordnung oder nach einem persönlichen, synästhetischen Erleben, bei dem ein Sinnesreiz einen zweiten auslöst.

Musikalische Verwendung

Schon die Barockzeit kannte Überlegungen zu Ton-Farb-Analogien, und im 18. Jahrhundert wurden Farbenklaviere erdacht. Um 1900 nahm das Thema Fahrt auf: Alexander Skrjabin sah für sein Orchesterwerk Prometheus (1910) ein „Lichtklavier“ vor, das zur Musik farbiges Licht projizieren sollte. Im 20. Jahrhundert folgten Farblichtspiele, abstrakter Film und heutige Lichtkunst und Visualisierungen zur Musik.

Abzugrenzen ist die Farbenmusik von der Klangfarbe, die den Charakter eines Klangs bezeichnet und ohne echte Farben auskommt, und von der Programmmusik, die Bilder oder Geschichten erzählt. Die Farbenmusik verbindet dagegen wirklich die beiden Sinnesbereiche, Hören und Sehen.

Spielpraxis

Achte beim Erleben von Farbenmusik darauf, ob Licht und Klang nach einer erkennbaren Regel zusammenhängen oder frei gestaltet sind. Wenn du selbst mit Licht zur Musik arbeitest, halte Farbwechsel und Musik zeitlich eng zusammen, damit beide Ebenen einander verstärken.