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Tonart

Ges-Moll

Moll-Tonart mit neun Bs (davon zwei Doppel-Bs); in der Praxis meist enharmonisch als fis-Moll notiert.

Was es bedeutet

Ges-Moll ist eine theoretische Molltonart, deren Vorzeichnung neun Bs erfordern würde, davon zwei Doppel-Bs: als Einzelzeichen fünf einfache Bs (as, des, ges, ces, fes) und zwei Doppel-Bs (heses und eses), die als je zwei Bs gezählt werden. Ihr Grundton ist ges; die Durparallele wäre Heses-Dur, das ebenfalls nur theoretisch vorkommt.

Musikalische Verwendung

In der Praxis wird Ges-Moll fast nie notiert, weil die Zahl der Vorzeichen das Lesen sehr erschwert. Stattdessen schreibt man die klanglich gleiche Tonart Fis-Moll mit nur drei Kreuzen. Ges-Moll begegnet deshalb vor allem als Beispiel in der Theorie, etwa im Zusammenhang mit dem Quintenzirkel, der über sechs Bs hinaus in Tonarten mit Doppelvorzeichen führt.

Abzugrenzen ist Ges-Moll von Fis-Moll, das dieselben Töne mit drei Kreuzen notiert, und von Es-Moll, der praktisch gebrauchten Molltonart mit sechs Bs. Enharmonische Tonarten mit weniger Vorzeichen werden in der Regel bevorzugt.

Spielpraxis

Wenn du in einem Stück auf Ges-Moll oder ähnliche Tonarten mit Doppelvorzeichen triffst, übertrage sie gedanklich in die enharmonische Tonart mit weniger Vorzeichen. Das erleichtert das Lesen und schützt vor Fehlern bei den vielen erniedrigten Stufen.