Zum Inhalt springen
Tonleiter

Heptachord

Siebenstufige diatonische Tonreihe, wie die heutige Dur-Tonleiter.

Was es bedeutet

Ein Heptachord, griechisch für „siebensaitig“, ist eine siebenstufige diatonische Tonreihe, wie sie die heutige Dur-Tonleiter darstellt: sieben verschiedene Töne innerhalb einer Oktave, ohne den wiederholten achten Ton. Der Begriff meint sowohl die Reihe selbst als auch, historisch, ein siebensaitiges Instrument.

Musikalische Verwendung

In der antiken griechischen Musik hatte die Leier oft sieben Saiten, die einen Heptachord bildeten. Später ordneten mittelalterliche Theoretiker die Töne in Hexachorde, also Sechstonreihen, die sich zu einem größeren System verbinden ließen. Der Heptachord beschreibt dagegen die Siebentonreihe, aus der sich Dur, Moll und die Kirchentonarten ableiten lassen: Sie bilden jeweils einen anderen Ausschnitt der siebenstufigen Ordnung.

Abzugrenzen ist der Heptachord vom Hexachord mit sechs Tönen, vom Pentachord mit fünf und vom Oktachord, der acht Töne umfasst und die Oktave einschließt. Von der Pentatonik mit fünf Stufen unterscheidet er sich durch die größere Zahl an Stufen und die Halbtonschritte.

Spielpraxis

Singe oder spiele die sieben Stufen einer Dur-Tonleiter und benenne sie mit Tonnamen oder Solmisationssilben, um die Reihe als Ganzes zu hören. Achte auf die Halbtöne zwischen der dritten und vierten sowie der siebten und achten Stufe, die den Charakter der Reihe bestimmen.