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Instrument

Maultrommel

Instrument mit federnder Metallzunge; die Mundhöhle formt den Klang.

Was es bedeutet

Die Maultrommel besteht aus einem Rahmen, meist aus Stahl, und einer darin befestigten federnden Zunge. Der Spieler hält den Rahmen an die Zähne oder Lippen und zupft die Zunge an. Sie schwingt und erzeugt einen tiefen, gleichbleibenden Grundton, dessen Obertöne durch die Form der Mundhöhle verstärkt werden.

Durch Veränderung von Mundraum, Zunge und Atmung entstehen Melodien aus den Obertönen. Es entsteht ein leiser, surrender Klang, der eher an ein Flüstern als an eine Trompete erinnert. In der Systematik der Musikinstrumente gehört sie zu den Idiophonen, weil der Klangkörper selbst schwingt.

Musikalische Verwendung

Maultrommeln sind in Asien, Europa und Nordafrika verbreitet und in vielen Kulturen als Volksinstrument zu Hause, etwa in Österreich und Bayern, in Sibirien und in Indien. Sie werden als Soloinstrument, zur Begleitung von Tanz oder Gesang und in neuer Musik verwendet.

Abzugrenzen ist sie von der Mundharmonika, bei der Luft Metallzungen zum Schwingen bringt: Bei der Maultrommel schwingt die Zunge durch Zupfen, der Atem formt nur den Klang.

Spielpraxis

Setze die Maultrommel fest, aber ohne Druck an die Zähne, und zupfe die Zunge nach außen. Achte darauf, dass du den Rahmen nicht gegen die Zähne schlägst. Übe zuerst gleichmäßiges Zupfen, bevor du mit Mundformen und Atmung Melodien formst.