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Takt

Metrum

Das Metrum ordnet den gleichmäßigen Puls in Gruppen mit wiederkehrenden Betonungen, zum Beispiel in Zweier- oder Dreiergruppen. Es ist das Raster, in dem sich Takt und Rhythmus abspielen. Puls, Metrum und Rhythmus werden im Alltag oft durcheinandergeworfen, meinen aber drei verschiedene Dinge.

Ordnet
Pulsschläge in Gruppen
Beispiele
Zweiergruppen (2/4), Dreiergruppen (3/4)
Zeigt sich im
Takt, in der Taktangabe
Nicht dasselbe wie
Puls und Rhythmus

Drei Begriffe, die man verwechselt

Der Baustein Rhythmus trennt sie ausdrücklich: Der Puls ist der gleichmäßige Grundschlag, das Ticken einer Uhr. Das Metrum ordnet diese Schläge in gleichmäßige Gruppen mit wiederkehrenden Betonungen. Der Rhythmus ist das konkrete Muster aus langen und kurzen Tönen, das über diesem Raster gespielt wird.

BegriffWas es istBild vom Lineal
Pulsgleichmäßiger Grundschlag, zu dem man mitklatschtdie gleichmäßigen Striche
Metrumordnet die Schläge in Gruppen mit wiederkehrenden Betonungendie Zentimeter-Gruppen
Rhythmusdas konkrete Muster aus langen und kurzen Tönen über dem Rasterdie frei gezeichnete Linie

Der Baustein erklärt es mit einem Bild: Der Puls ist das Lineal mit gleichmäßigen Strichen, das Metrum gruppiert diese Striche zu Zentimetern, der Rhythmus ist die Linie, die man frei über das Lineal zeichnet, „mal auf den Strichen, mal dazwischen“. Genau daraus entstehe Spannung: Der Rhythmus spielt gegen und mit dem gleichmäßigen Puls.

Metrum im Notenbild

Die Taktangabe ist die Schreibweise des Metrums. Die Seite Rhythmus und Takt erklärt: Die obere Zahl sagt, wie viele Schläge in einen Takt passen, die untere, welcher Notenwert einen Schlag bildet. Im Viervierteltakt ist die Eins am stärksten betont, im Dreivierteltakt gruppiert sich der Puls zu dritt. Bei 6/8 zählt man sechs Achtel, aber hört meist zwei Gruppen zu je drei: Das Metrum liegt hier nicht in den Achteln, sondern in den beiden Führungsschlägen.

Warum es ohne Puls kein Metrum gibt

Der Artikel Warum Kinder Rhythmus über Sprache lernen nennt als typischen Fehler, den Puls nicht mitlaufen zu lassen: Rhythmuswörter ohne durchgehenden Grundschlag ergäben eine Aneinanderreihung, kein Metrum. Der Puls müsse immer da sein, als Schritt, als Klatschen der Gruppe oder als Trommel.

Selbst ausprobieren: Klopfe mit dem Fuß einen gleichmäßigen Puls und zähle laut „1 – 2 – 3“, dann „1 – 2 – 3 – 4“. Du hörst das Metrum, weil du die Eins betonst. Im Rhythmus-Diktat trennst du dann Puls und Figur: Der Fuß hält den Schlag, die Hand klopft den Rhythmus.