Zum Inhalt springen
Takt

Metrum

Ordnung von betonten und unbetonten Zählzeiten.

Was es bedeutet

Das Metrum ist die Ordnung von betonten und unbetonten Zählzeiten, die einer Musik als gleichmäßiges Raster zugrunde liegt. Es entsteht, wenn wir gleichmäßige Schläge, den Puls, gruppieren: Jede zweite, dritte oder vierte Zählzeit fühlt sich stärker an. Aus diesen Gruppen bildet sich die Taktart.

Das Metrum ist eine Ordnung im Kopf des Hörers und Spielers und nicht dasselbe wie die Noten, die tatsächlich erklingen. Der Rhythmus, also die konkreten Tondauern, kann sich mit Synkopen und Verschiebungen gegen das Metrum bewegen, und gerade diese Spannung macht ihn lebendig.

Im Notenbild

Im Notenbild zeigen Taktvorzeichnung und Taktstriche das Metrum an. Die Vorzeichnung 4/4 etwa bedeutet vier Viertelschläge pro Takt mit der stärksten Betonung auf der Eins und einer zweiten Betonung auf der Drei.

Musikalische Verwendung

Fast alle europäischen Musikstile von Barock bis Pop beruhen auf einem durchgehenden Metrum. In manchen Musikformen wie dem gregorianischen Choral oder in freien Kadenzen ist es dagegen aufgehoben. Der Begriff stammt aus der antiken Verslehre und meint dort das Versmaß.

Abzugrenzen ist das Metrum vom Rhythmus (Abfolge der Tondauern), vom Puls (der gleichmäßige Grundschlag) und vom Tempo (die Geschwindigkeit des Pulses).

Spielpraxis

Spüre beim Üben das Metrum, auch wenn eine Stelle rhythmisch kompliziert ist. Zähle innerlich die Grundschläge weiter und beziehe jede Note darauf. Ein Metronom hilft, das Raster hörbar zu machen.