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Form

Nachtanz

Schneller Tanz im Dreiertakt, der einem geradtaktigen Vortanz folgt.

Was es bedeutet

Der Nachtanz ist ein schneller Tanz im Dreiertakt, der in der Renaissance einem langsameren Tanz im geraden Takt, dem Vortanz, folgt. Beide Tänze bilden ein Paar und werden zusammen gespielt. Der Nachtanz verwendet oft dieselbe Melodie oder denselben Bass wie der Vortanz, verwandelt sie aber rhythmisch in den Dreiertakt. Er heißt auch Hupfauf oder Proportz.

Musikalische Verwendung

Bekannte Tanzpaare sind Pavane und Galliarde, Passamezzo und Saltarello sowie deutsche Tänze in Tanzbüchern des 16. Jahrhunderts. Der Wechsel von ruhigem Schreiten zu lebhaftem Springen gab der Folge Spannung und Abwechslung. Später entwickelten sich aus solchen Paaren die Satzfolgen der Suite.

Abzugrenzen ist der Nachtanz vom Vortanz, dem ersten und ruhigeren Tanz des Paares, und von der Suite, die mehrere Tänze verschiedener Herkunft in freierer Folge reiht.

Spielpraxis

Übe Vortanz und Nachtanz im Zusammenhang: Behalte die Grundschläge bei und achte darauf, wie die Melodie im Dreiertakt neu gruppiert wird. Der Nachtanz soll federn und nicht eilen.