Zum Inhalt springen
Form

Passamezzo

Italienischer Tanz und Bassmodell des 16. Jahrhunderts.

Was es bedeutet

Das Passamezzo ist ein italienischer Tanz des 16. und 17. Jahrhunderts und zugleich ein Bassmodell, das sich als Grundlage für Variationen eignete. Der Name wird meist von „passo e mezzo“ („Schritt und halber Schritt“) abgeleitet. Man unterscheidet das Passamezzo antico, dessen Bass in Moll steht, und das Passamezzo moderno mit einem Bass in Dur.

Musikalische Verwendung

Als Tanz war das Passamezzo ein mäßig bewegter Schreittanz im geraden Takt, dem häufig ein Saltarello als lebhafter Nachtanz folgte. Als Bassmodell diente es Lautenisten, Tastenspielern und Ensembles als Grundlage für melodische Variationen und Improvisation. Die Schemata gehören zu den einflussreichsten Bassmodellen der Renaissance und wirkten auf spätere Formen wie Passacaglia und Chaconne.

Abzugrenzen ist das Passamezzo von der Pavane, dem langsameren, feierlichen Schreittanz, und von der Passacaglia, die später und mit anderem Bassmuster über einem Bass in Variationen ausgeführt wird.

Spielpraxis

Wenn du ein Passamezzo spielst, halte den ruhigen, gleichmäßigen Schritt des Tanzes und gliedere die Variationen deutlich. Höre auf das Bassmuster, das jede Variation trägt, und verziere die Melodie erst, wenn du das Grundgerüst sicher spielst.