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Form

Pavane

Langsamer Schreittanz im geraden Takt, 16. Jahrhundert.

Was es bedeutet

Die Pavane ist ein langsamer, gemessener Schreittanz im geraden Takt aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert. Sie war ein feierlicher Hoftanz, bei dem die Paare in würdevollem Zug schritten. Ihr Name wird meist von der italienischen Stadt Padua („padovana“) abgeleitet, seltener vom spanischen Wort für Pfau („pavo“). Die Musik ist ruhig und besteht meist aus drei wiederholten Abschnitten.

Musikalische Verwendung

Häufig folgt der Pavane als Nachtanz die lebhaftere Galliarde im Dreiertakt. Thoinot Arbeau beschreibt beide in seiner „Orchésographie“ (1589). Komponisten wie William Byrd, Orlando Gibbons und John Dowland schrieben Pavanen für Laute, Tasteninstrumente und Gamben; Dowlands „Lachrimae“ ist berühmt. Später griffen Maurice Ravel mit der „Pavane pour une infante défunte“ (1899) und Gabriel Fauré mit seiner „Pavane“ (1887) den Namen wieder auf.

Abzugrenzen ist die Pavane von der Galliarde, die schneller und im Dreiertakt steht, und von der Allemande, einem deutschen Schreittanz der Suite.

Spielpraxis

Spiele die Pavane würdevoll und ruhig, ohne zu eilen. Achte auf die gleichmäßigen Schritte im geraden Takt und gliedere die Wiederholungen durch leichte Verzierung; ein gemessener, singender Ton passt zum Charakter.