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Geschichte

Neapolitanische Schule

Opernkomponisten des 18. Jahrhunderts aus Neapel, etwa A. Scarlatti und Pergolesi.

Was es bedeutet

Die Neapolitanische Schule bezeichnet die Komponisten, die im 17. und 18. Jahrhundert in Neapel wirkten und die europäische Oper stark beeinflussten. Sie bildeten sich an den Konservatorien der Stadt aus, die Waisenkinder und begabte Schüler zu Musikern ausbildeten. Ihr Stil betont eine leicht fassliche Melodik, den Vorrang der Gesangsstimme und eine übersichtliche, begleitende Harmonik.

Musikalische Verwendung

Zu den wichtigsten Vertretern zählen Alessandro Scarlatti, Leonardo Vinci, Nicola Porpora, Leonardo Leo und Giovanni Battista Pergolesi. Sie schrieben vor allem Opera seria mit Da-capo-Arien und die komische Oper, die Opera buffa. Pergolesis Zwischenspiel „La serva padrona“ (1733) wurde in ganz Europa berühmt. Der neapolitanische Stil wirkte auf Haydn, Mozart und andere.

Abzugrenzen ist sie von der Venezianischen Schule des 17. Jahrhunderts, die mit Monteverdi und Cavalli den Anfang der Oper prägte, und von der Wiener Klassik, die sich später aus verschiedenen Einflüssen entwickelte.

Spielpraxis

Wenn du neapolitanische Arien singst, achte auf schönen, durchgehenden Gesangsbogen und saubere Koloraturen. Die Ausschmückungen der Wiederholung im Da-capo-Teil waren Sache der Sänger und verlangen Geschmack und Stilgefühl.