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Notation

Oktavschlüssel

Schlüssel mit kleiner 8, oktaviert.

Was es bedeutet

Ein Oktavschlüssel ist ein gewöhnlicher Schlüssel mit einer beigefügten kleinen Acht, die anzeigt, dass der Notentext eine Oktave höher oder tiefer klingt als geschrieben. Steht die Acht unter dem Zeichen, klingt alles eine Oktave tiefer; steht sie darüber, eine Oktave höher. Der Zweck ist praktisch: Er erspart Hilfslinien und erlaubt es, eine Stimme im vertrauten Notenbild zu lesen, obwohl sie außerhalb des üblichen Bereichs dieses Schlüssels liegt.

Im Notenbild

Am häufigsten begegnet der Violinschlüssel mit tiefergestellter Acht. In ihm werden die Tenorstimme im Chor und die Gitarre notiert — beide klingen eine Oktave unter dem Geschriebenen. Der Bassschlüssel mit tiefergestellter Acht findet sich beim Kontrabass, dessen Stimme ebenfalls eine Oktave tiefer erklingt. Die Acht über dem Violinschlüssel ist selten. Zu unterscheiden ist diese dauerhafte Angabe vom Oktavierungszeichen über oder unter einer einzelnen Passage, das nur für deren Dauer gilt und mit einer gestrichelten Linie und dem Vermerk loco wieder aufgehoben wird.

Musikalische Verwendung

In Chorpartituren ist die Schreibweise der Tenorstimme nicht einheitlich: Sie erscheint im Violinschlüssel mit Acht, im Violinschlüssel ohne Acht — dann ist die Oktavierung stillschweigend gemeint — oder im Bassschlüssel klingend. Wer Chorstimmen erstellt oder vergleicht, sollte diese drei Möglichkeiten kennen. Bei der Gitarre ist die Oktavierung so selbstverständlich, dass die Acht oft weggelassen wird; das Instrument klingt gleichwohl eine Oktave tiefer, was beim Zusammenspiel mit Tasteninstrumenten bedacht sein will.

Am häufigsten ist der Violinschlüssel mit kleiner Acht darunter, der Tenorschlüssel für Gitarre und Tenorstimme. ## Spielpraxis

Prüfe bei jeder neuen Stimme, ob der Schlüssel eine Oktavangabe trägt, und rechne beim Abgleich mit anderen Instrumenten immer in klingenden Tönen. Wenn du Tonhöhen im Ensemble durchgibst, sage ausdrücklich, ob du geschrieben oder klingend meinst. Beim Einstudieren mit Aufnahmen hilft es, sich die Oktavlage einmal bewusst zu machen — das Ohr korrigiert sonst stillschweigend, und beim Zusammenspiel fällt die Verwechslung erst spät auf.