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Instrument

Ondes Martenot

Elektronisches Instrument von Maurice Martenot (1928) mit Tastatur und Zugband für gleitende Töne.

Was es bedeutet

Die Ondes Martenot (französisch „Martenot-Wellen“) sind ein elektronisches Instrument, das der französische Musiker Maurice Martenot entwickelte und 1928 in Paris vorstellte. Der Ton entsteht elektronisch und wird über Lautsprecher abgestrahlt. Gespielt wird auf einer Klaviatur oder mit einem Ring, den der Spieler am Finger trägt und der an einem gespannten Band, dem Zugband, entlanggleitet. So sind gleitende Töne ohne feste Tonstufen möglich.

Musikalische Verwendung

Der Klang ist warm, singend und leicht geheimnisvoll, mit einem ausdrucksvollen Vibrato. Komponisten wie Olivier Messiaen, der sie in seiner „Turangalîla-Sinfonie“ (1948) einsetzte, André Jolivet und Arthur Honegger schrieben für das Instrument. In der Popmusik hat Jonny Greenwood von Radiohead die Ondes Martenot bekannt gemacht.

Abzugrenzen sind die Ondes Martenot vom Theremin, das berührungslos mit den Händen im Raum gespielt wird, und vom Synthesizer, der über Tasten viele verschiedene Klänge erzeugt, aber nicht auf ein Ausdrucksband angewiesen ist.

Spielpraxis

Wenn du die Ondes Martenot spielst, arbeitest du mit dem Ring für das Ausdrucksspiel und mit der linken Hand am Ausdruckstaste, der Lautstärke und Einsatz gestaltet. Höre auf saubere Intonation, denn du bist am Zugband nicht an feste Tonstufen gebunden.