Ribattuta
Barocke Verzierung: wiederholter, sich beschleunigender Wechsel eines Tons mit seiner oberen Nebennote, oft als Trillervorbereitung.
Was es bedeutet
Die Ribattuta (italienisch „das Wiederschlagen“) ist eine Verzierung des Barock, bei der ein Ton wiederholt mit seiner oberen Nebennote wechselt und dabei allmählich schneller wird. Sie dient oft als Vorbereitung eines Trillers: Zuerst wechseln die beiden Töne in langsamer Bewegung, dann beschleunigt die Bewegung, bis sie in den eigentlichen Triller übergeht.
Im Notenbild
In der Notation wird die Ribattuta oft ausgeschrieben, in Verzierungstabellen des Barock erscheint sie als eigenes Zeichen oder in Verbindung mit dem Triller. Manchmal steht auch nur der Begriff über der Note.
Musikalische Verwendung
Die Ribattuta findet sich vor allem in der italienischen und deutschen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, in Gesang und Instrumentalspiel. Sie gibt Kadenzen Schwung und macht den Triller zu einem Ereignis. Die Terminologie und die genaue Ausführung sind in den historischen Quellen nicht einheitlich.
Abzugrenzen ist die Ribattuta vom einfachen Triller, dessen Wechsel von Beginn an gleichmäßig ist, vom Kettentriller, bei dem mehrere Triller aneinandergereiht werden, und vom Tremolo, der schnellen Wiederholung eines Tons.
Spielpraxis
Beginne die Ribattuta langsam und beschleunige gleichmäßig, bis sie in den Triller mündet. Halte den Anschlag klar, damit die Steigerung hörbar bleibt. Im Zweifel bevorzuge ein zurückhaltendes Tempo und prüfe die Quelle, aus der das Stück stammt.