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Verzierung

Ribattuta

Die Ribattuta (italienisch „das Wiederschlagen“) ist eine Verzierung des Barock, bei der ein Ton wiederholt mit seiner oberen Nebennote wechselt und dabei allmählich schneller wird. Sie dient oft als Vorbereitung eines Trillers: Zuerst wechseln die beiden Töne langsam, dann beschleunigt die Bewegung, bis sie in den Triller übergeht.

Wortbedeutung
italienisch „das Wiederschlagen“
Ablauf
Wechsel mit der oberen Nebennote, immer schneller
Ziel
geht in den Triller über
Notation
ausgeschrieben oder als Begriff über der Note

Vom Wechsel zum Triller

Ein Triller wechselt gleichmäßig schnell mit der oberen Nebennote. Die Ribattuta beginnt langsamer. Der Ton wird mit seiner Nebennote wiederholt angeschlagen, und die Abstände werden immer kürzer, bis aus dem Wechsel der Triller selbst wird. Der Name betont den Wiederholungscharakter: Der Ton wird immer wieder „geschlagen“.

Schreibweise: eine ganze Note mit Verzierungsangabe

e

Im Notenbild steht meist eine lange Note, über der das Wort Ribattuta oder ein Verzierungszeichen stehen kann. Oft ist die Verzierung auch gleich ausgeschrieben.

Ausführung: der Wechsel beschleunigt sich

4 4

Zuerst wechselt e–f in Achteln, dann in Sechzehnteln, dann in Zweiunddreißigsteln. Die Bewegung wird dichter, bis sie in einen gleichmäßigen Triller übergeht.

Im Glossar: Triller · Kettentriller · Schneller

Notation

In der Notation wird die Ribattuta oft ausgeschrieben, wie im Beispiel. Manchmal steht auch nur der Begriff über der Note. Welche Zeichen einzelne Quellen dafür benutzen, ist nicht einheitlich. Das Beispiel zeigt eine vereinfachte Form mit geraden Notenwerten; je nach Quelle und Zeit wird die Verzierung auch anders ausgeführt. Wie genau die Beschleunigung abläuft, ist nicht festgelegt, sondern eine Frage der Aufführungspraxis.

Abgrenzung

Die Ribattuta ist nicht der einfache Triller, denn sie hat einen Anlauf mit wechselnder Geschwindigkeit. Sie ist auch nicht der Schneller, der nur einen einzigen Wechsel hat. Mit dem Kettentriller, der Triller auf mehreren Tönen verbindet, hat sie nur das Prinzip der fließenden Bewegung gemeinsam.

Zum Üben: Spiele e und f abwechselnd und beginne langsam. Verkürze die Abstände schrittweise, bis ein Triller entsteht. Achte darauf, dass die Beschleunigung gleichmäßig verläuft und nicht in Sprüngen.