Rigaudon
Lebhafter französischer Tanz im geraden Takt.
Was es bedeutet
Der Rigaudon ist ein lebhafter, meist im 2/4- oder 4/4-Takt stehender Tanz südfranzösischer Herkunft. Kennzeichnend sind kurze, springende Schritte und ein Auftakt, der den Beginn jeder Phrase leicht vorwegnimmt.
Musikalische Verwendung
Aus dem Volkstanz der Provence gelangte der Rigaudon im 17. Jahrhundert an den französischen Hof und wurde dort zu einem beliebten Bestandteil von Ballett und Oper, etwa bei Jean-Philippe Rameau und André Campra. In der Instrumentalsuite steht er meist als eines der galanten Zwischensätze neben Menuett, Gavotte und Bourrée. Abzugrenzen ist der Rigaudon von der ähnlich beschwingten Gavotte vor allem durch den charakteristischen Auftakt und die etwas raschere, energischere Bewegung.
Spielpraxis
Spiele den Rigaudon mit klar artikulierten, kurzen Tönen und betone den Auftakt leicht, damit der tänzerische Schwung hörbar bleibt. Ein zu gleichmäßiges, ungegliedertes Spiel nimmt dem Satz seinen charakteristischen Sprung.