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Form

Passepied

Schneller französischer Tanz im 3/8- oder 6/8-Takt.

Was es bedeutet

Der Passepied ist ein schneller französischer Tanz im Dreiachtel- oder Sechsachteltakt mit Auftakt. Er stammt vermutlich aus der Bretagne und war am französischen Hof des 17. Jahrhunderts beliebt. Die Melodie ist leicht, beweglich und oft mit Achtelbewegung, sodass der Tanz mit kleinen, schnellen Schritten getanzt wird.

Musikalische Verwendung

In der Barocksuite ist der Passepied einer der frei eingefügten Sätze zwischen Sarabande und Gigue, etwa in Johann Sebastian Bachs Englischer Suite Nr. 5. Claude Debussy schrieb 1890 einen Passepied als Teil seiner „Suite bergamasque“. Häufig folgt einem Passepied ein zweiter im Kontrast, nach dem der erste wiederholt wird.

Abzugrenzen ist der Passepied vom Menuett, das langsamer und würdevoller ist, von der Bourrée, die im Zweiertakt steht, und von der Gigue, die noch schneller und lebhafter ist.

Spielpraxis

Spiele den Passepied leicht und beweglich, mit federndem Anschlag. Beginne mit dem Auftakt deutlich und achte auf eine klare Gruppierung der Achtel in Dreiergruppen; ein zu schnelles Tempo lässt die Tanzbewegung verwischen.