Slap-Technik
Bassspieltechnik mit perkussivem Klang durch Anschlagen oder Abziehen der Saiten.
Was es bedeutet
Die Slap-Technik ist eine Spielweise auf Kontrabass und E-Bass, bei der die Saiten nicht sanft gezupft, sondern angeschlagen oder abgezogen werden. Dadurch entsteht ein scharfer, perkussiver Klang, der den Rhythmus zusätzlich betont.
Beim E-Bass gehört dazu das „Slappen“ mit dem Daumen, der auf die tiefen Saiten schlägt, und das „Poppen“, bei dem eine hohe Saite mit Zeige- oder Mittelfinger nach oben gezogen wird und gegen das Griffbrett schnalzt.
Musikalische Verwendung
Slapping ist besonders im Funk und Disco, aber auch in Pop, Rock und Fusion verbreitet, wo es Basslinien einen trockenen, rhythmisch treibenden Charakter gibt. Als Wegbereiter der Technik am E-Bass wird häufig Larry Graham genannt.
Ihre Wurzeln reichen weiter zurück: Auf dem Kontrabass wurde ähnlich schon im frühen Jazz und im Rockabilly gespielt, wo die Saiten kräftig auf das Griffbrett zurückschnalzen.
Abzugrenzen ist die Slap-Technik vom normalen Fingerstyle, bei dem die Saiten mit den Fingerkuppen gezupft werden, sowie vom Spiel mit dem Plektrum.
Spielpraxis
Übe zuerst den lockeren Daumenschlag aus dem Handgelenk und ziehe die hohen Saiten gleichmäßig ab. Ein zu kräftiger Anschlag ermüdet und beschädigt auf Dauer den Bass, daher gilt: Klang und Rhythmus zuerst, Kraft nur so viel wie nötig.