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Notation

Akkolade

Klammer, die mehrere Notensysteme zusammenfasst.

Was es bedeutet

Die Akkolade ist die Klammer am linken Rand eines Notenblattes, die mehrere übereinanderstehende Systeme zu einer Einheit zusammenfasst. Sie zeigt an, dass die verbundenen Systeme gleichzeitig zu lesen sind — entweder weil sie zu einem Instrument gehören oder weil sie eine Gruppe von Stimmen bilden. Das Wort bezeichnet zugleich die so geklammerte Zeile selbst: Man spricht davon, dass eine Seite vier Akkoladen enthält.

Im Notenbild

Unterschieden werden zwei Formen. Die geschweifte Klammer verbindet die Systeme eines einzelnen Instruments, etwa die rechte und linke Hand am Klavier oder die drei Systeme der Orgel mit dem Pedal. Die gerade Klammer, meist ein senkrechter Strich mit eckigen Enden, fasst in der Partitur Instrumentengruppen zusammen — Holzbläser, Blechbläser, Streicher. Zusätzlich zeigen durchgezogene Taktstriche über mehrere Systeme hinweg an, welche Zeilen zusammengehören. Am Anfang jeder Akkolade stehen die Notenschlüssel und die Generalvorzeichen erneut, die Taktangabe dagegen nur zu Beginn des Stückes oder bei einem Wechsel.

Musikalische Verwendung

Für das Lesen ist die Akkolade eine Orientierungshilfe von erheblichem Wert. In einer großen Partitur sagt die Klammerung dem Auge sofort, wo eine Instrumentengruppe beginnt und endet, ohne dass die Namen am Rand gelesen werden müssen. Im Klaviersatz macht die geschweifte Klammer deutlich, dass zwei Systeme einen einzigen Satz bilden und Stimmen zwischen ihnen wechseln dürfen — ein Ton der linken Hand kann durchaus im oberen System notiert sein. In Chorpartituren wird die Klammerung oft genutzt, um Singstimmen und Begleitung optisch voneinander zu trennen.

Spielpraxis

Gewöhne dir beim Blattspiel an, den Blick am Zeilenanfang kurz über die gesamte Akkolade laufen zu lassen, bevor du einsetzt: Schlüssel und Vorzeichen können sich gegenüber der vorigen Zeile geändert haben. Bei mehrsystemiger Musik hilft es, den Sprung von einer Akkolade zur nächsten bewusst zu üben, denn dort geht der Überblick am ehesten verloren. Markiere in dichten Partituren die Klammer deiner eigenen Gruppe mit einem farbigen Strich — das kostet eine Minute und erspart beim Probieren viel Suchen.