Des-Moll
Moll-Tonart mit acht Bs (davon ein Doppel-B); in der Praxis meist enharmonisch als cis-Moll notiert.
Was es bedeutet
Des-Moll ist die Molltonart, deren Grundton Des (D♭) ist, gebildet durch die Transposition der Molltonart auf diesen Ton. Sie ist damit die parallele Molltonart zu Fes-Dur, einer in der Praxis kaum verwendeten Durtonart.
Im Notenbild
Rein theoretisch benötigt Des-Moll acht Vorzeichen, davon eines als Doppel-B, um die Tonleiter korrekt abzubilden. Diese Vorzeichenmenge ist in der Praxis unhandlich, weshalb Des-Moll fast nie tatsächlich so notiert wird.
Stattdessen wird die Tonart in aller Regel enharmonisch, also klanglich identisch bei anderer Schreibweise, als cis-Moll notiert. Cis-Moll benötigt nur vier Kreuze und ist damit deutlich übersichtlicher zu lesen und zu spielen.
Musikalische Verwendung
In Notentexten begegnet einem Des-Moll daher so gut wie ausschließlich in Form seines enharmonischen Gegenstücks cis-Moll. Der theoretische Name Des-Moll bleibt vor allem für die Systematik des Quintenzirkels und zum Verständnis enharmonischer Zusammenhänge von Bedeutung, etwa wenn eine Modulation von einer Bes-Seite her konsequent weitergedacht wird.