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Tonart

Cis-Moll

Tonart mit vier Kreuzen.

Was es bedeutet

Cis-Moll ist die Molltonart mit vier Kreuzen in der Vorzeichnung: fis, cis, gis und dis. Ihr Grundton ist cis, ihre Durparallele E-Dur mit derselben Vorzeichnung. Im Quintenzirkel liegt sie vier Schritte auf der Kreuzseite.

Musikalische Verwendung

Für Mollstücke gilt, dass die Vorzeichnung nur den Tonvorrat der natürlichen Form angibt. Der Leitton — hier das his — erscheint nie in der Vorzeichnung, sondern jeweils als Versetzungszeichen im Takt, entstanden durch Erhöhung des in der Vorzeichnung bereits nicht enthaltenen h. Ebenso wird in der melodischen Form aufwärts die sechste Stufe erhöht, was ein weiteres Versetzungszeichen nach sich zieht. In verwandten Zusammenhängen, etwa bei Zwischendominanten, können dabei Doppelkreuze auftreten.

Die Durparallele E-Dur teilt die Vorzeichnung; welche der beiden Tonarten gemeint ist, verrät nicht das Vorzeichenbild, sondern die Musik — Schlusston, Betonung der Tonika und das Auftreten des Leittons.

Bei der Arbeit mit älteren Quellen stellt sich die Frage der Stimmung: In ungleichstufigen Stimmungen klangen entlegenere Tonarten anders als die gebräuchlichen, und die überlieferte Rede vom Charakter einzelner Tonarten hat hier ihren Grund. Für Streicher liegt cis-Moll weniger bequem als die einfacheren Kreuztonarten, weil kaum leere Saiten zur Verfügung stehen.

Cis-Moll ist die Paralleltonart von E-Dur und die Varianttonart von Cis-Dur mit sieben Kreuzen. Die Vorzeichen sind fis, cis, gis und dis; der Leitton his wird in harmonisch Moll zusätzlich notiert. Auf dem Klavier liegt die Tonart wegen der vielen schwarzen Tasten gut in der Hand. In der Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts ist sie häufig anzutreffen und wird oft mit dunklem, ernstem Ausdruck verbunden. Für Streicher ist sie dagegen weniger bequem, weil nur wenige leere Saiten mitklingen. ## Spielpraxis

Sprich dir die vier Kreuze vor dem Spielen laut vor und benenne die Töne. Prüfe im Notentext, wo der Leitton erhöht ist — das steht nur im Takt. Und achte in chromatisch dichten Passagen darauf, ein Doppelkreuz nicht als einfaches Kreuz zu lesen.