E-Dur
Dur-Tonart mit vier Kreuzen; Paralleltonart zu cis-Moll.
Was es bedeutet
E-Dur ist die Durtonart mit vier Kreuzen in der Vorzeichnung: fis, cis, gis und dis. Ihr Grundton ist e, ihre Mollparallele cis-Moll. Im Quintenzirkel liegt sie vier Schritte auf der Kreuzseite von C-Dur entfernt.
Musikalische Verwendung
E-Dur gilt bei Streichinstrumenten als besonders klangfreudige Tonart, da mit e, a, d und g mehrere Leersaiten der Violine und verwandter Instrumente direkt in der Tonart liegen oder eng mit ihr verwandt sind, was einen strahlenden, resonanzreichen Klang begünstigt. Zahlreiche virtuose Violinwerke, etwa Konzertsätze und Solostücke, stehen deshalb in E-Dur.
Abzugrenzen ist E-Dur von Es-Dur, das trotz ähnlichen Namens eine völlig andere Tonart mit drei Bs ist, sowie von cis-Moll, seiner Mollparallele, die dieselbe Vorzeichnung, aber einen anderen Grundton und damit einen anderen tonalen Charakter besitzt.
Spielpraxis
Nutze auf Streichinstrumenten in E-Dur gezielt die Resonanz der leeren Saiten, um einen volleren Klang zu erzielen, indem du Doppelgriffe und Flageolette einsetzt, die mit den Leersaiten zusammenklingen. Auf Blasinstrumenten mit vielen Kreuzvorzeichen übe die Griffkombinationen für fis, cis, gis und dis besonders sorgfältig, da sie in weniger gebräuchlichen Tonarten seltener automatisiert sind.