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Notation

Kreuz

Erhöhungszeichen ♯ um Halbton.

Was es bedeutet

Das Kreuz erhöht einen Stammton um einen Halbton. Aus c wird cis, aus f wird fis; der Tonname erhält die Silbe -is, bei e und a die Formen eis und ais. Es ist das Gegenstück zum B und gehört mit diesem und dem Auflösungszeichen zu den drei Grundzeichen, mit denen die zwölf Halbtöne aus den sieben Stammtönen abgeleitet werden.

Im Notenbild

Das Zeichen besteht aus zwei senkrechten und zwei leicht ansteigenden waagerechten Strichen. Als Versetzungszeichen steht es links vom Notenkopf und gilt für diesen Ton in seiner Oktavlage bis zum Taktstrich. In der Generalvorzeichnung steht es am Zeilenanfang hinter dem Schlüssel, gilt dann für alle Oktavlagen und bleibt bis zu einem Wechsel in Kraft; die Reihenfolge folgt dabei fest der Folge fis, cis, gis, dis, ais, eis, his. Zwei Halbtöne Erhöhung verlangen nicht zwei Kreuze nebeneinander, sondern das eigens geformte Doppelkreuz.

Musikalische Verwendung

Praktisch dient das Kreuz vor allem drei Zwecken. Es bildet die Kreuztonarten, deren Vorzeichnung sich mit jeder Quinte aufwärts um ein Zeichen vermehrt. Es erzeugt in Moll den Leitton, indem es die siebte Stufe erhöht — dieser erscheint nie in der Vorzeichnung, sondern stets als Versetzungszeichen im Takt. Und es schafft die Leittöne der Zwischendominanten, mit denen kurzzeitig auf eine andere Stufe ausgewichen wird; funktionstheoretisch bleibt der Klang dabei eine Dominante zu der betreffenden Stufe.

Abzugrenzen ist das Kreuz von der enharmonischen Verwechslung: cis und des klingen auf dem Klavier gleich, doch die Schreibweise sagt, welche Stufe gemeint ist und wohin der Ton weitergeht.

Spielpraxis

Sprich dir bei einer neuen Tonart die Kreuze laut vor und benenne dabei die Töne, nicht nur ihre Anzahl. Achte beim Lesen darauf, dass ein Kreuz im Takt nur die notierte Oktavlage betrifft — dieselbe Note eine Oktave höher braucht ein eigenes Zeichen. Bei Instrumenten mit variabler Intonation lohnt es sich, den Leitton eng an den Zielton heranzuführen; er strebt aufwärts und darf nicht zu tief liegen.