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Theorie

Dreigestrichene Oktave

Die dreigestrichene Oktave umfasst die Töne c³ bis h³. Sie liegt zwei Oktaven über dem mittleren C, beginnt bei 1046,5 Hz und ist für Violine, Flöte und hohe Sopranstimmen der obere Arbeitsbereich. Im Notenbild steht sie hoch über dem System.

Umfang
c³ bis h³
Schreibweise
kleiner Buchstabe mit drei Strichen: c‴, d‴, e‴ …
Wissenschaftlich
c6 bis h6
Tiefster Ton
c³ = 1046,5 Hz
Höchster Ton
h³ = 1975,5 Hz

Zwei Oktaven über dem mittleren C

Die Töne tragen drei Striche, weil man vom kleinen c aus die Oktaven nach oben zählt: c¹ ist das mittlere C der eingestrichenen Oktave, c² liegt eine Oktave darüber, c³ eine weitere. In der wissenschaftlichen Schreibweise, die dieses Glossar in den Notenzeilen verwendet, ist c³ das c6, der Kammerton a¹ heißt a4. Jede Oktave verdoppelt die Frequenz, also hat c³ zweimal so viele Schwingungen pro Sekunde wie c², nämlich 1046,5 Hz gegenüber 523,25 Hz.

Die dreigestrichene Oktave

c d e f g a h 1 1 ½ 1 1 1

Von c³ bis h³ im Violinschlüssel. Das markierte c³ steht auf der zweiten Hilfslinie über dem System: Die oberste Notenlinie trägt f², darüber folgen g² im Zwischenraum, a² auf der ersten und h² im Zwischenraum darüber, c³ auf der zweiten Hilfslinie.

Die Frequenzen

Alle Werte folgen aus dem Kammerton a¹ = 440 Hz und der gleichstufigen Teilung: Jeder Halbton ist die zwölfte Wurzel aus zwei, etwa 1,0595, mal der vorige. Das c³ liegt drei Halbtöne über dem a², dessen Frequenz 880 Hz beträgt, und ergibt gerundet 1046,5 Hz. Die Tabelle fasst die sieben Töne der Oktave zusammen.

TonWissenschaftlichFrequenz bei a¹ = 440 Hz
c³c61046,50 Hz
d³d61174,66 Hz
e³e61318,51 Hz
f³f61396,91 Hz
g³g61567,98 Hz
a³a61760,00 Hz
h³h61975,53 Hz

Wer dort spielt und singt

Die dreigestrichene Oktave gehört zum Alltag der Violine, deren Umfang noch bis in die viergestrichene Oktave reicht, und der Querflöte, die sie ohne Mühe erreicht. Bei Singstimmen ist sie der Bereich von Koloratursopranen. Das f³ mit 1396,9 Hz ist der berühmte höchste Ton der Königin der Nacht in Mozarts „Zauberflöte“.

Im Notenbild wird es hoch über dem System unübersichtlich, weil viele Hilfslinien nötig sind. Deshalb schreibt man solche Stellen oft mit dem Oktavierungszeichen 8va eine Oktave tiefer und setzt es darüber. Das Zeichen steht für „ottava alta“ und bedeutet: eine Oktave höher spielen als notiert. Details dazu finden sich auf der Seite Notationssymbole.

Zum Üben: Spiele die Oktave von c³ bis h³ langsam und höre auf den Abstand der Töne: Die Halbtonschritte e–f und h–c liegen an denselben Stellen wie in jeder anderen Oktave. Wenn du die Notennamen sicher lesen willst, hilft das Noten-Benennen.

Häufige Fehler

  • Die Zahl der Striche mit der wissenschaftlichen Oktavzahl gleichsetzen: Drei Striche bedeuten c6, nicht c3. In dieser Schreibweise ist die Zahl um drei größer.
  • Hilfslinien falsch zählen: Das c³ liegt auf der zweiten, nicht auf der ersten Hilfslinie über dem System.
  • Das Notenbild mit dem Klang gleichsetzen: Mit 8va geschriebene Töne klingen eine Oktave höher als sie notiert sind.