Dreigestrichene Oktave
Oktavbereich von c³ bis h³.
Was es bedeutet
Die dreigestrichene Oktave umfasst den Tonraum von c³ bis h³, also von c''' bis h''' in der älteren Strichnotation, und liegt zwei Oktaven über der eingestrichenen Oktave, die den Kammerton a¹ enthält. Sie gehört zur oberen Hälfte des in der westlichen Musik gebräuchlichen Tonumfangs und klingt entsprechend hoch.
Im Notenbild
Bezeichnet wird die dreigestrichene Oktave in der wissenschaftlichen wie in der traditionellen deutschen Tonbezeichnung durch eine hochgestellte 3 nach dem Buchstaben, also c³, d³ und so weiter, beziehungsweise durch drei Striche über dem Buchstaben in der älteren Notation. Im Notensystem liegen ihre Töne meist deutlich über den Notenlinien und erfordern zahlreiche Hilfslinien oder den Gebrauch der Ottava-alta-Klammer.
Musikalische Verwendung
Töne der dreigestrichenen Oktave kommen vor allem bei hohen Instrumenten wie der Piccoloflöte, der Violine in extremen Lagen sowie bei sehr hohen Sopranstimmen vor, wo sie das obere Ende des jeweiligen Tonumfangs markieren. Am Klavier reicht die dreigestrichene Oktave bis nahe an die höchsten spielbaren Töne des Instruments heran.
Abzugrenzen ist die dreigestrichene Oktave von der eingestrichenen Oktave, die den Kammerton a¹ enthält und die mittlere Lage der meisten Instrumente bezeichnet, sowie von der zweigestrichenen Oktave, die genau eine Oktave darunter liegt. Die Zählung der gestrichenen Oktaven setzt sich in der deutschen Tonbezeichnung nach oben mit der viergestrichenen Oktave fort.
Spielpraxis
Bestimme beim Lesen von Noten in der dreigestrichenen Oktave zunächst die Position im System über die Anzahl der Hilfslinien oder die Ottava-Kennzeichnung, bevor du den genauen Ton abliest. Singst oder spielst du selbst in dieser Lage, achte besonders auf eine kontrollierte Intonation, da Abweichungen in so hohen Lagen für das Ohr deutlicher hervortreten als in mittleren Lagen.