Zum Inhalt springen
Theorie

Durchgangsnote

Eine Durchgangsnote ist ein melodischer Ton, der nicht zum gerade klingenden Akkord gehört und zwei Akkordtöne stufenweise verbindet. Sie steht meist auf einer unbetonten Zählzeit, bewegt sich in einer Richtung weiter und löst sich dabei von selbst auf.

Typ
akkordfremder Ton
Bewegung
stufenweise, in eine Richtung
Meist auf
unbetonter Zählzeit
Gegenstück
Vorhalt

Ein Ton auf dem Weg

Ein Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und Quinte. Alle anderen Töne, die in der Melodie darüber erklingen, sind akkordfremd. Die Durchgangsnote ist der gutmütigste Fall: Sie füllt die Lücke zwischen zwei Akkordtönen, die eine Terz auseinanderliegen, und wird deshalb vom Ohr nicht als Störung empfunden.

Durchgang über C-Dur: c – d – e

c d e f g

Über dem C-Dur-Akkord (c–e–g) sind c, e und g Akkordtöne. Das d zwischen c und e und das f zwischen e und g sind Durchgangsnoten. Sie sind markiert.

CI

Spiel die Melodie über dem gehaltenen Akkord. Das d und das f fallen nicht auf, weil sie durchlaufen: Sie stehen zwischen Tönen des Akkords, bewegen sich in dieselbe Richtung weiter und stehen auf unbetonten Zählzeiten.

Wie du sie erkennst

  • Erst den Akkord bestimmen, dann prüfen, welche Melodietöne nicht darin vorkommen.
  • Bewegt sich der Ton stufenweise von einem Akkordton zum nächsten, ist es ein Durchgang.
  • Steht der Ton dagegen auf einer betonten Zählzeit und löst sich erst danach auf, ist es ein Vorhalt.

Betonte und unbetonte Zählzeiten erklärt die Seite Rhythmus: Im Viervierteltakt sind die Eins und die Drei betont, Zwei und Vier schwächer. Durchgangsnoten stehen typischerweise auf den schwächeren Schlägen.

Zum Üben: Nimm ein einfaches Lied aus dem Notenarchiv und bestimme zu jedem Takt den Akkord. Markiere dann alle Töne, die nicht im Akkord liegen, und frag bei jedem, ob er zwischen zwei Akkordtönen steht.