Zum Inhalt springen
Notation

Erhöhung

Anhebung eines Tons um einen Halbton (Kreuz ♯) oder Ganzton (Doppelkreuz x), z. B. von c zu cis.

Was es bedeutet

Erhöhung heißt die Anhebung eines Tons um einen Halbton oder, beim Doppelkreuz, um zwei Halbtöne. Aus c wird durch die Erhöhung um einen Halbton cis, aus f fis. Die Benennung der erhöhten Stufe folgt dabei einer festen Regel: Im Deutschen wird an den Stammton die Endung „-is“ angehängt, bei doppelter Erhöhung „-isis“.

Im Notenbild

Angezeigt wird die Erhöhung durch das Kreuz (♯), das unmittelbar vor der Note steht, oder durch das Doppelkreuz (𝄪). Steht das Zeichen als Versetzungszeichen im Takt, gilt es für diesen Ton bis zum Taktende; steht es in der Vorzeichnung am Zeilenanfang, gilt es für alle Töne dieses Namens in jeder Oktavlage.

Musikalische Verwendung

Erhöhungen prägen die Kreuztonarten, in denen bestimmte Stufen dauerhaft erhöht sind, und sie erscheinen als Leittöne, etwa die erhöhte siebte Stufe in Moll. In der Chromatik führen sie aufwärtsstrebende Halbtonschritte herbei. Ein erhöhter Ton wird in der Regel aufwärts weitergeführt.

Abzugrenzen ist die Erhöhung von der Erniedrigung, ihrem Gegenstück mit dem B-Zeichen, und vom Auflösungszeichen, das einen zuvor erhöhten oder erniedrigten Ton auf seine ursprüngliche Stufe zurückführt. Klanglich fallen erhöhte und entsprechend erniedrigte Töne auf temperierten Instrumenten zusammen, etwa cis und des; sie unterscheiden sich in der Schreibweise und der harmonischen Deutung.

Spielpraxis

Achte beim Lesen darauf, dass ein Versetzungszeichen im Takt für alle folgenden Noten gleicher Tonhöhe bis zum Taktstrich gilt. Auf Streichinstrumenten und beim Singen wird ein erhöhter Ton oft etwas höher intoniert, damit er als Leitton deutlich zum Zielton strebt.