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Notation

Doppelkreuz

Das Doppelkreuz erhöht eine Note um zwei Halbtöne, also um einen Ganzton. Aus f wird fisis, das auf dem Klavier wie g klingt. Es kommt vor allem in extremen Tonarten und in chromatischen Stimmführungen vor, in denen die Schreibweise die Stimmführung klarmachen soll.

Wirkung
erhöht um 2 Halbtöne (einen Ganzton)
Namensendung
-isis (cisis, disis, fisis …)
Beispiel
fisis klingt wie g
Typisch in
extremen Tonarten wie gis-Moll, chromatischen Linien
Gegenstück
Doppel-b

Zwei Halbtöne in einem Zeichen

Auf der Seite Notations-Symbole steht: Das Doppelkreuz erhöht die Note um einen Ganzton. Aus c wird cisis, das klingt wie d, aus f wird fisis, das klingt wie g. Die Seite Noten benennen ordnet es ins Tonsystem ein: Es gibt sieben Stammtöne, und jeder von ihnen kann durch ein Kreuz um einen Halbton erhöht werden, durch ein Doppelkreuz sogar um zwei. Aus sieben Buchstaben entstehen so alle Töne, die in der Notation gebraucht werden.

Stammtonmit Doppelkreuzklingt wie
ccisisd
ddisise
eeisisfis
ffisisg
ggisisa
aaisish
hhisiscis

Doppelkreuze erscheinen laut Notations-Symbole vor allem in extremen Tonarten oder bei chromatischen Stimmführungen. Ein Beispiel ist gis-Moll: Im harmonischen Moll heißt die erhöhte siebte Stufe dort fisis. Doppelkreuze sind seltener als das einfache Kreuz und werden in der Praxis oft durch enharmonische Verwechslung umgangen: Statt cisis schreibt man d.

Warum nicht einfach g?

Die Enharmonik-Übung nennt den Grund: Der Name eines Tones richtet sich nach seiner Funktion, nicht nach seiner Tonhöhe. Eine Tonleiter verwendet jede Stufe genau einmal. In der theoretischen Tonart Gis-Dur heißt die siebte Stufe fisis: Schriebe man g, käme der Buchstabe g zweimal vor und f gar nicht.

Die Übungsseite warnt davor, Doppelvorzeichen zu umgehen. Zu fis ist ges die Entsprechung, zu fisis aber g. Solche Fälle wirken konstruiert, folgen aber zwingend aus dem System und kommen in echter Literatur vor.

Selbst ausprobieren: In der Enharmonik-Übung kommen nach den einfachen Paaren wie Cis und Des auch Fälle mit Doppelvorzeichen. Dort lernst du, zu fisis oder ceses den zweiten Namen zu finden.

Doppelkreuz und Vorzeichen

Ein Doppelkreuz steht fast immer als Versetzungszeichen im Takt, nicht in der Vorzeichnung. Die Tonartvorzeichnung kennt laut Notations-Symbole bis zu sieben Kreuze oder sieben b in standardisierter Reihenfolge, Doppelzeichen gehören nicht dazu. Mehr zum Verhältnis der Zeichen siehe Versetzungszeichen und Kreuz.

Häufige Fehler

  • Doppelkreuz und zwei Kreuze verwechseln: Das Doppelkreuz ist ein einziges Zeichen für zwei Halbtöne. Zwei einfache Kreuze hintereinander gibt es nicht.
  • Fisis und gis verwechseln: fisis klingt wie g, nicht wie gis.
  • Das Doppelkreuz „wegrechnen“: Wer immer sofort die enharmonische Schreibweise nimmt, verliert die Stimmführung. Der Leitton zu gis heißt in Gis-Dur fisis, nicht g.