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Tonart

Gis-Dur

Dur-Tonart mit acht Kreuzen (davon ein Doppelkreuz); in der Praxis meist enharmonisch als As-Dur notiert.

Was es bedeutet

Gis-Dur ist eine theoretische Durtonart, deren Vorzeichnung acht Kreuze erfordern würde, davon ein Doppelkreuz: Sechs einfache Kreuze (cis, gis, dis, ais, eis, his) und das Doppelkreuz auf f (fisis), das als zwei Kreuze zählt. Ihr Grundton ist gis; die Mollparallele wäre eis-Moll.

Musikalische Verwendung

In der Praxis wird Gis-Dur nicht verwendet, weil die Vorzeichen das Lesen sehr erschweren. Stattdessen notiert man die klanglich gleiche Tonart As-Dur mit nur vier Bs. Gis-Dur begegnet deshalb vor allem als Beispiel in der Theorie, etwa im Quintenzirkel, der über sechs Kreuze hinaus in Tonarten mit Doppelvorzeichen führt. Einzelne Stellen, die vorübergehend nach Gis-Dur führen, werden meist enharmonisch als As-Dur geschrieben.

Abzugrenzen ist Gis-Dur von As-Dur, das dieselben Töne mit vier Bs notiert, und von Fis-Dur, der praktisch gebrauchten Kreuztonart mit sechs Kreuzen. Auch von gis-Moll, das fünf Kreuze führt und als Molltonart gebräuchlich ist, ist es zu unterscheiden.

Spielpraxis

Wenn du auf Passagen in Gis-Dur triffst, denke sie als As-Dur und lies die Töne entsprechend um. Ein Doppelkreuz erhöht den Ton um zwei Halbtöne, achte daher genau auf das fisis.