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Tonart

Fis-Dur

Tonart mit sechs Kreuzen.

Was es bedeutet

Fis-Dur ist die Durtonart mit sechs Kreuzen in der Vorzeichnung: fis, cis, gis, dis, ais und eis. Ihr Grundton ist fis, ihre Mollparallele dis-Moll. Im Quintenzirkel liegt sie sechs Schritte auf der Kreuzseite — also an der Stelle, an der der Zirkel sich mit der B-Seite trifft.

Musikalische Verwendung

Genau dort liegt ihre Besonderheit. Fis-Dur klingt auf temperierten Instrumenten wie Ges-Dur, das sechs Bs führt; beide Schreibweisen bezeichnen denselben Klang und sind enharmonisch gleichwertig. Welche gewählt wird, entscheidet der Zusammenhang: der harmonische Weg, auf dem die Tonart erreicht wird, die Bequemlichkeit für die Ausführenden, die Vermeidung von Doppelvorzeichen im weiteren Verlauf. Bei Zwischendominanten und alterierten Klängen können in Fis-Dur Doppelkreuze nötig werden.

In ungleichstufigen Stimmungen war eine solche entlegene Tonart schwierig bis unbrauchbar; erst wohltemperierte Stimmungen machten sie spielbar, und erst die gleichstufige Stimmung macht sie den übrigen gleich. Die überlieferte Rede vom Charakter entlegener Tonarten hat hier ihren Ursprung.

Für Streicher ist Fis-Dur unbequem, weil keine leeren Saiten zur Verfügung stehen; am Klavier liegt sie dagegen durch die Verteilung der schwarzen Tasten für die Hand durchaus günstig.

Fis-Dur ist die Paralleltonart von dis-Moll und enharmonisch gleichbedeutend mit Ges-Dur, das sechs Be trägt. Im Quintenzirkel liegt die Tonart dem Ausgangspunkt C-Dur genau gegenüber, im Abstand eines Tritonus. Auf dem Klavier fällt sie gut in die Hand, weil fast nur schwarze Tasten gebraucht werden. In der Klaviermusik der Romantik tritt sie häufig in lichten, entrückten Stücken auf. Für Streicher und Bläser ist sie wegen der fehlenden leeren Saiten und schwierigen Griffe unbequemer. ## Spielpraxis

Sprich dir die sechs Kreuze vor dem Spielen laut vor und benenne die Töne, statt nur die Anzahl zu erfassen — eis wird regelmäßig als e gelesen. Prüfe bei Doppelkreuzen zuerst den klingenden Ton und dann den Griff. Und wenn dir dieselbe Musik in einer anderen Ausgabe als Ges-Dur begegnet, ist das kein Fehler, sondern eine Entscheidung des Herausgebers.