Fis-Dur
Die Durtonart auf dem Grundton fis. Sie hat sechs Kreuze und liegt im Quintenzirkel unten, genau gegenüber von C-Dur. Mit Ges-Dur und sechs b klingt sie auf dem Klavier gleich, geschrieben wird sie je nach Zusammenhang mit Kreuzen oder mit b.
- Grundton
- fis
- Vorzeichnung
- 6 ♯ (fis, cis, gis, dis, ais, eis)
- Tonika
- fis–ais–cis
- Dominante
- Cis-Dur, cis–eis–gis
- Subdominante
- H-Dur, h–dis–fis
- Paralleltonart
- dis-Moll
- Enharmonisch gleich
- Ges-Dur
Sechs Kreuze
Die Kreuze in Fis-Dur folgen der festen Reihe fis, cis, gis, dis, ais, eis. Auf der Seite Vorzeichen & Tonarten steht die Regel: Kreuze folgen der Reihe Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His. Wer die ersten sechs kennt, hat die Vorzeichnung von Fis-Dur. Die Übungsseite rät, zuerst die häufigen Tonarten zu automatisieren: G, D, F, B und Es-Dur decken den größten Teil der Literatur für Gitarre, Klavier und Chor ab. Fis-Dur darf länger dauern, weil sie seltener vorkommt.
Fis-Dur-Tonleiter
Sieben der acht Noten tragen ein Kreuz. Nur h ist ein Stammton. Das letzte Kreuz ist eis, der Ton, der auf dem Klavier wie f klingt. Er steht als eis, weil in jeder Durtonleiter jeder Buchstabe einmal vorkommt.
Auf dem Klavier liegen in dieser Tonleiter alle fünf schwarzen Tasten, dazu die weißen Tasten h und f; Letzteres wird als eis geschrieben.
Fis-Dur oder Ges-Dur?
Am unteren Rand des Quintenzirkels beschreiben die Tonartenpaare dieselben Töne. Die Seite Quintenzirkel nennt Fis-Dur mit sechs Kreuzen und Ges-Dur mit sechs b als eines der drei Paare. Auf der Übungsseite zum Quintenzirkel steht dazu: Beide sind richtig, welche man schreibt, hängt vom Zusammenhang ab.
Das gilt auch für Akkorde. Die Übung Akkorde bauen warnt vor einem Fehler in entlegenen Tonarten: Fis-Dur besteht aus fis, ais und cis, nicht aus fis, b und des. Der Klang wäre derselbe, die Schreibweise falsch. Mehr zum Hintergrund: enharmonische Verwechslung.
Die Akkorde von Fis-Dur
Auf jeder Stufe der Tonleiter entsteht ein Dreiklang aus zwei übereinandergeschichteten Terzen. In Fis-Dur sind die Stufen I, IV und V Durakkorde: Fis, H und Cis. Die Stufen ii, iii und vi sind Mollakkorde, auf der siebten Stufe steht ein verminderter Dreiklang. Das Schema ist dasselbe wie in jeder anderen Durtonart. Die Herleitung steht auf der Seite Stufenakkorde.
| Stufe | Akkord | Töne |
|---|---|---|
| I | Fis | fis–ais–cis |
| ii | Gism | gis–h–dis |
| iii | Aism | ais–cis–eis |
| IV | H | h–dis–fis |
| V | Cis | cis–eis–gis |
| vi | Dism | dis–fis–ais |
| vii° | Eis° | eis–gis–h |
Fis – H – Cis – Fis ist die einfachste Kadenz der Tonart. Weitere Schlussformen stehen auf der Seite Kadenzen.
Ein weiter Weg von C-Dur
Im Quintenzirkel liegt Fis-Dur C-Dur direkt gegenüber. Die Seite Quintenzirkel erklärt, was daraus folgt: Ein Sprung von C-Dur zu G-Dur klingt vertrauter als zu Fis-Dur, weil C und G nur eine Quinte auseinanderliegen. Weite Modulationen wie von C-Dur nach Fis-Dur sind außergewöhnlich, weil die beiden Tonarten kaum gemeinsame Töne haben. Schubert und Wagner nutzten diese Entfernung laut der Seite für dramatische, fast jenseitige Wirkungen.
Die Paralleltonart dis-Moll hat dieselbe Vorzeichnung, aber den Grundton dis. Die beiden Nachbarn H-Dur mit fünf und Cis-Dur mit sieben Kreuzen unterscheiden sich von Fis-Dur in genau einem Ton.
Häufige Fehler
- Das eis als f schreiben: Auf dem Klavier klingt es gleich, in Fis-Dur heißt der siebte Ton aber eis. Sonst kommt der Buchstabe e in der Tonleiter nicht vor.
- Die Vorzeichen in der falschen Reihenfolge setzen: Die Reihe ist fis, cis, gis, dis, ais, eis. Bei sechs Kreuzen stehen die ersten sechs.
- Fis-Dur mit Ges-Dur vermischen: Eine Tonart schreibt man entweder mit Kreuzen oder mit b, nicht gemischt.
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Verwandte Begriffe
Ges-DurH-DurCis-DurParalleltonartDurTonikaDominanteSubdominanteStufenakkordQuintenzirkelTonartVorzeichenKreuztonartEnharmonische Verwechslung
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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