Halbe Pause
Die halbe Pause ist das Schweigezeichen im Wert einer halben Note, im Viervierteltakt zwei Schläge. Sie sieht aus wie ein kleiner Block, der auf einer Notenlinie sitzt. Zusammen mit der ganzen Pause bildet sie die langen Pausen der Notenschrift.
- Dauer
- so lang wie eine halbe Note
- Im 4/4-Takt
- 2 Schläge
- Entspricht
- Halbe Note
- Zeichen
- kleiner Block, der auf der mittleren Linie sitzt
- Verwechslung mit
- Ganzer Pause, die an der Linie hängt
Zwei Schläge Stille
Zu jedem Notenwert gehört eine Pause mit gleicher Dauer und eigenem Symbol. Die Seite Rhythmus stellt sie nebeneinander: Die halbe Pause entspricht der halben Note und dauert im 4/4-Takt zwei Schläge. Das macht sie zur Hälfte einer ganzen Pause und zum Doppelten der Viertelpause. Wie alle Pausen ist sie rein proportional definiert; wie lang zwei Schläge dauern, bestimmt das Tempo.
| Pause | Lage im System | Dauer im 4/4-Takt | Entspricht |
|---|---|---|---|
| Ganze Pause | hängt an einer Linie | 4 Schläge | ganze Note |
| Halbe Pause | sitzt auf der mittleren Linie | 2 Schläge | halbe Note |
| Viertelpause | Zickzack | 1 Schlag | Viertelnote |
| Achtelpause | schräger Strich mit Fähnchen | ½ Schlag | Achtelnote |
Auf der Linie sitzen, nicht hängen
Die ganze und die halbe Pause sehen fast gleich aus: ein flacher Block. Der Unterschied liegt in der Lage. Die Symbolbibliothek gibt für die ganze Pause die Eselsbrücke „Hut hängt am Haken“: Sie hängt an einer Linie. Die halbe Pause sitzt dagegen wie ein Hut auf der mittleren Linie. Wer die beiden Pausen verwechselt, gibt einem Takt entweder die doppelte oder die halbe Länge Stille.
Beispiele aus dem Notenarchiv
Gesang und Klavier
-
Der Tod und das Mädchen Franz Schubert, D. 531 · Gesang und Klavier · 2 Seiten
In Takt 8 beginnt die Singstimme mit Pausen in absteigender Länge: erst eine halbe Pause, dann eine Viertelpause, dann eine Achtelpause. Danach setzt das Mädchen mit einem Achtel als Auftakt ein. Die Pausen füllen den Takt bis auf diese letzte Achtel.
Klavier
-
In der Halle des Bergkönigs Edvard Grieg, op. 46 Nr. 4 · Klavier · 4 Seiten
Auf der letzten Seite hat die rechte Hand in den Takten 74 und 75 jeweils eine Viertelpause, einen kurzen Einwurf mit sfz und danach eine halbe Pause. Die linke Hand spielt nur auf Zählzeit 1 und 2 und pausiert danach ebenfalls eine halbe Pause.
So zählst du sie
Du zählst die zwei Schläge laut mit, auch wenn du nichts spielst, und trittst dazu mit dem Fuß den Grundschlag. Das Rhythmus-Diktat bezeichnet Pausen als gemessenen Zeitraum, nicht als Nichts, und nennt das Verkürzen langer Werte den häufigsten Fehler. Bei einer halben Pause lohnt es sich daher, „drei – vier“ zu zählen, wenn sie im 4/4-Takt auf der dritten Zählzeit beginnt.
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Verwandte Begriffe
Ganze PauseViertelpauseAchtelpausePauseHalbe NoteNotenwertTaktZählzeit
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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