Ganze Pause
Die ganze Pause ist das Schweigezeichen im Wert einer ganzen Note, im Viervierteltakt also vier Schläge. Sie wird auch gesetzt, wenn ein ganzer Takt schweigt, gleich welche Taktart vorgezeichnet ist. Ein kleiner Block, der unter einer Notenlinie hängt.
- Dauer
- so lang wie eine ganze Note
- Im 4/4-Takt
- 4 Schläge
- Zeichen
- kleiner Block, der unter der vierten Linie hängt
- Besonderheit
- steht für einen ganzen leeren Takt, auch in anderen Taktarten
- Entspricht
- Ganze Note
Stille für einen ganzen Takt
Auf der Seite Rhythmus steht die ganze Pause neben ihrer Note: Sie entspricht der ganzen Note und dauert im 4/4-Takt vier Schläge. Die Symbolbibliothek beschreibt sie als „vier Schläge Stille im 4/4-Takt“. Zusätzlich markiert sie in allen Taktarten einen leeren Takt. Das ist ihre wichtigste Besonderheit: Wo ein ganzer Takt schweigt, setzt man die ganze Pause, auch wenn der Takt nicht aus vier Vierteln besteht.
| Pause | Lage im System | Dauer im 4/4-Takt |
|---|---|---|
| Ganze Pause | hängt unter der vierten Linie von unten | 4 Schläge |
| Halbe Pause | sitzt auf der mittleren Linie | 2 Schläge |
| Viertelpause | Zickzack in der Systemmitte | 1 Schlag |
| Achtelpause | schräger Strich mit Fähnchen | ½ Schlag |
So erkennst du sie
Die ganze Pause hängt als kleiner Block an einer Linie, die halbe Pause sitzt auf einer. Die Symbolbibliothek nennt als Eselsbrücke: „Hut hängt am Haken“. Die ganze Pause hängt von der Linie, die halbe sitzt wie ein Hut auf ihr.
Beispiele aus dem Notenarchiv
Alle drei Beispiele zeigen ganze Pausen als Takt ohne Ton in einer Stimme.
Gesang und Klavier
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Der Tod und das Mädchen Franz Schubert, D. 531 · Gesang und Klavier · 2 Seiten
Die Singstimme schweigt in den ersten sieben Takten. Jeder dieser Takte ist mit einer ganzen Pause gefüllt, während das Klavier spielt. Das Stück steht im Alla-breve-Takt.
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Die junge Nonne Franz Schubert, D. 828 · Gesang und Klavier · 7 Seiten
Im 12/8-Takt schweigt die Singstimme in den Takten 1 bis 8 ebenfalls mit ganzen Pausen. Hier füllt eine ganze Pause einen Takt mit zwölf Achteln, nicht vier Schlägen: Das Zeichen steht für die Dauer des Takts, nicht für eine feste Zahl von Schlägen.
Klavier
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In der Halle des Bergkönigs Edvard Grieg, op. 46 Nr. 4 · Klavier · 4 Seiten
Auf der letzten Seite hat die rechte Hand in den Takten 86 und 87 ganze Pausen, während die linke Hand mit ihrer Figur weiterspielt. Im letzten Takt (88) setzt sie mit ff wieder ein.
Mehrere Takte Pause
Die Symbolbibliothek zeigt außerdem die Mehrtaktpause (H-Pause): Ein dicker waagerechter Balken mit einer Zahl darüber fasst mehrere leere Takte zusammen. Wer in einem Ensemble pausiert, zählt dann die Takte und passt gut auf den Einsatz auf.
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Verwandte Begriffe
Halbe PauseViertelpauseAchtelpausePauseGanze NoteNotenwertTaktTaktartGeneralpause
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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