Hardbop
Jazzstil der 1950er-Jahre, der den Bebop mit Blues- und Gospel-Elementen verbindet.
Was es bedeutet
Hardbop ist ein Jazzstil der 1950er Jahre, der den Bebop mit Elementen aus Blues und Gospel verbindet. Er führt die Virtuosität und Harmonik des Bebop weiter, klingt aber erdiger, kraftvoller und rhythmisch drängender und stellt Blues-Ausdruck und Groove stärker in den Vordergrund.
Musikalische Verwendung
Der Stil entstand vor allem an der Ostküste der USA und war eine Antwort auf den ruhigeren, oft gesetzteren Cool Jazz der Westküste. Prägend waren Art Blakey und seine Jazz Messengers, der Pianist Horace Silver sowie das Quintett von Clifford Brown und Max Roach. Typisch sind Bluesphrasen, gospelartige Akkordfolgen, kräftige Bassläufe und ein treibender Schlagzeugpuls. Die Besetzung ist meist ein Quintett mit Trompete, Saxofon, Klavier, Bass und Schlagzeug.
Abzugrenzen ist der Hardbop vom Bebop, aus dem er hervorging und der schneller, komplexer und weniger bluesnah ist, und vom Cool Jazz, der leiser und ausgeglichener klingt. Vom späteren Free Jazz unterscheidet er sich durch die Bindung an Akkordfolgen und feste Formen.
Spielpraxis
Höre im Hardbop auf die Verbindung von Blues und Bebop und lass dir Zeit für einen erdigen, groovenden Ton. Wenn du improvisierst, nutze Bluesphrasen und rhythmische Betonungen gegen den Puls, und antworte auf die Mitmusiker, statt nur Tonleitern zu spielen.