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Tonleiter

Hypomixolydisch

Hypomixolydisch ist die plagale Form des mixolydischen Modus und gilt als achter Kirchenton. Es hat dieselbe Finalis g, aber der Tonraum reicht von d′ bis d″. Der Tenor ist traditionell c.

Nummer
8. Kirchenton
Finalis
g
Tenor (Rezitationston)
c
Tonraum
d′–d″
Authentische Form
Mixolydisch

Mixolydisch, eine Quarte tiefer

Hypomixolydisch gehört zum authentischen Mixolydisch. Beide schließen auf g und haben denselben Tonvorrat. Mixolydisch geht von g′ bis g″, Hypomixolydisch von d′ bis d″. Damit liegt die Finalis auch hier in der Mitte, eine Quarte über dem unteren Rand.

Hypomixolydisch (Tonraum d′–d″)

d e f g a h c d 1 ½ 1 1 1 ½ 1

Die Finalis g liegt in der Mitte, markiert ist auch der Tenor c. Dieselben weißen Tasten wie Mixolydisch, aber der Tonraum beginnt eine Quarte unter dem Schlusston. Der Tenor c liegt über der Finalis g.

Zum Vergleich: Mixolydisch (Tonraum g′–g″)

g a h c d e f g 1 1 ½ 1 1 ½ 1

Wie Dur, aber mit kleiner Septime f statt fis (markiert). Von g aus nach oben aufgebaut.

Im Glossar: Plagaltonart · Finalis · Repercussa

Der Tenor c

Der Tenor, der Ton, um den die Melodie kreist und auf dem rezitiert wird, liegt im hypomixolydischen Modus auf c, im mixolydischen auf d. Gemeinsam mit dem Tonraum bestimmt er, ob man eine Melodie im achten oder im siebten Ton hört. Die Standardtabelle der Kirchentöne ist ein Ordnungssystem; in der Praxis sind Abweichungen und Erweiterungen des Tonraums um wenige Töne üblich.

Zum Üben: Spiele die erste Zeile und dann die zweite. Beide teilen die Töne, aber die zweite fühlt sich nach oben gerichtet an. Singe eine kurze Melodie, die auf g endet, einmal mit Tönen von d bis g und einmal von g bis d′.