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Harmonik

Leitakkorde

Dissonierende Akkorde (z. B. Septakkord, verminderter Dreiklang), die nach Auflösung in einen konsonanten Klang verlangen.

Was es bedeutet

Leitakkorde sind Akkorde, die durch ihre dissonante Zusammensetzung eine deutliche Tendenz zur Auflösung in einen konsonanten Klang besitzen. Zu ihnen zählen vor allem der Dominantseptakkord und der verminderte Dreiklang, deren Dissonanzen (kleine Septime beziehungsweise verminderte Quinte) nach traditioneller Satzregel schrittweise in einen stabilen Zielklang geführt werden.

Der Begriff beschreibt also weniger einen bestimmten Akkordtyp als eine Funktion: Leitakkorde treiben eine Kadenz oder Phrase voran, indem sie Spannung erzeugen, die nach Lösung verlangt.

Musikalische Verwendung

In der klassischen Harmonielehre sind Leitakkorde ein zentrales Mittel, um Zielklänge wie die Tonika deutlich vorzubereiten; die Auflösung des Dominantseptakkords in die Tonika ist das bekannteste Beispiel. Abzugrenzen sind Leitakkorde von reinen Durchgangsakkorden, die keine so starke Auflösungstendenz besitzen, sowie von stabilen, konsonanten Klängen wie dem Dreiklang, der selbst keine Auflösung fordert.

Spielpraxis

Höre bewusst auf die Spannung eines Leitakkords und gestalte die anschließende Auflösung als hörbares Ziel, etwa durch ein leichtes dynamisches Nachlassen, sobald der konsonante Klang erreicht ist.