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Harmonik

Leiterfremd

Leiterfremd nennt man Töne und Akkorde, die nicht zur Tonleiter der Tonart gehören. In C-Dur sind alle schwarzen Tasten zunächst leiterfremd. Sie stammen aus einer anderen Tonart oder sind chromatisch verändert. Das Gegenteil heißt leitereigen.

Bedeutung
gehört nicht zur Tonleiter der Tonart
In C-Dur
alle Töne außer c d e f g a h
Typische Beispiele
Zwischendominante, Mollsubdominante
Gegenteil
leitereigen

Von außen geliehen

Leitereigen sind die sieben Töne der Tonleiter und alle Akkorde, die man aus ihnen baut. Leiterfremd ist alles andere. Ein leiterfremder Ton ist Gast in der Tonart. Er kann aus einer anderen Tonart stammen, wie das fis in C-Dur aus G-Dur oder das as aus c-Moll, oder chromatisch verändert sein.

Zwischendominante D7 vor G in C-Dur

Der Akkord D7 (d–fis–a–c) enthält fis, das in C-Dur nicht vorkommt. Er ist leiterfremd und führt wie eine Dominante in den G-Dur-Akkord.

Mollsubdominante f-Moll in C-Dur

Der Akkord f–as–c enthält as, das aus c-Moll stammt. Er wird in Dur gern als Farbe vor dem Schluss geborgt.

Im Glossar: Leitereigen · Alteration · Chromatik

Hören

CID7V⁷/VGVCIFmivCI

Die ersten vier Akkorde zeigen eine Zwischendominante, die vor die Dominante geschaltet ist: D7 führt nach G. Das fis darin kommt in C-Dur nicht vor, die Wendung klingt trotzdem folgerichtig, weil D7 auf G zielt. Danach folgt eine Mollsubdominante: Das as färbt den Schluss dunkler.

Leiterfremd ist relativ

Ob ein Ton leiterfremd ist, hängt von der Tonart ab. Das fis ist in C-Dur fremd, in G-Dur eigen. Bleibt eine leiterfremde Harmonie bestehen und wird zum neuen Bezugspunkt, spricht man von Modulation. Wird sie nur kurz berührt, ist sie eine Färbung.

Zum Üben: Spiele eine einfache Folge in C-Dur und tausche einen Akkord gegen einen leiterfremden aus, zum Beispiel F gegen f-Moll. Höre, wie die Farbe wechselt, ohne dass die Tonart verloren geht.