None
Intervall einer Sekunde plus Oktave.
Was es bedeutet
Die None ist das Intervall aus neun Tonleiterstufen — eine Sekunde plus eine Oktave. Wie die Sekunde gibt es sie in großer und kleiner Form; die große None umfasst vierzehn, die kleine dreizehn Halbtöne. Sie gehört zu den zusammengesetzten Intervallen, die über die Oktave hinausreichen.
Musikalische Verwendung
Klanglich verhält sich die None zur Sekunde wie jedes zusammengesetzte Intervall zu seinem Grundintervall: Sie wirkt offener und weniger scharf, weil die Töne weiter auseinanderliegen. Eine große Sekunde in enger Lage reibt, dieselben Töne im Nonenabstand klingen weit und durchsichtig.
Im Akkord erscheint sie als hinzugefügter Ton über dem Septakkord und bildet so den Nonenakkord, ein Klang von besonderer Fülle, der vor allem in der Musik des späten 19. Jahrhunderts und im Jazz gebräuchlich ist. Dort gehört die Bezeichnung zum Bestand der Akkordsymbole. In der klassischen Satzlehre erscheint die None meist als Vorhalt, der sich abwärts in die Oktave auflöst.
in der Praxis zwischen Sekunde und None unterschieden wird, obwohl beide dieselben Töne enthalten: Ein Akkord mit hinzugefügter Sekunde klingt anders als einer mit None, weil die Lage über die Wirkung entscheidet. In der Bezifferung des Generalbasses werden zusammengesetzte Intervalle dagegen häufig auf ihre einfache Form zurückgeführt.
Im Akkordsymbol erscheint sie als 9, etwa in C9 oder Cadd9. Man unterscheidet große und kleine None. In der klassischen Harmonik ist sie dissonant und wird aufgelöst, oft als Vorhalt vor der Oktave, wobei sie schrittweise abwärts geführt wird. Im Jazz ist sie ein häufiger Optionston, der Dur- und Mollakkorde färbt, ohne dass eine Auflösung erwartet wird. ## Spielpraxis
Setze Nonen weit, nicht eng — der Reiz liegt im Abstand; in enger Lage wird daraus eine harte Sekundreibung. Achte bei Nonenakkorden auf die Verteilung der Stimmen, damit der Klang durchsichtig bleibt; die None gehört nach oben. Und löse Nonenvorhalte deutlich abwärts auf.