Nonenakkord
Akkord mit hinzugefügter None.
Was es bedeutet
Ein Nonenakkord entsteht, wenn einem Septakkord eine weitere Terz hinzugefügt wird, sodass über dem Grundton eine None liegt. Er umfasst damit fünf verschiedene Töne. Die None kann groß oder klein sein, was den Klang erheblich verändert.
Musikalische Verwendung
Am häufigsten erscheint der Nonenakkord als Dominante: Der Dominantseptakkord mit hinzugefügter großer None klingt in Dur voll und farbig, mit kleiner None in Moll gespannter und dunkler. Funktionstheoretisch wird er entsprechend als D7 mit None bezeichnet.
Da fünf Töne im vierstimmigen Satz nicht vollständig unterzubringen sind, wird in der Regel die Quinte weggelassen. Lässt man zusätzlich den Grundton weg, bleibt vom Dominantnonenakkord ein Septakkord über dem Leitton übrig: mit großer None der halbverminderte, mit kleiner None der vollverminderte Septakkord. Diese Deutung erklärt, warum beide Klänge dominantisch wirken und sich in die Tonika auflösen.
In der klassischen Satzlehre erscheint die None meist als Vorhalt, der sich abwärts in die Oktave auflöst; als selbständiger Klang setzt sich der Nonenakkord vor allem im späten 19. Jahrhundert durch. Im Jazz gehören Nonen zu den gebräuchlichen Akkorderweiterungen, und dort sind entsprechende Akkordsymbole üblich.
Für die Klanglichkeit ist die Lage entscheidend: Die None soll über dem Grundton weit gesetzt werden. In enger Lage wird aus ihr eine harte Sekundreibung.
In der Funktionstheorie ist der Dominantseptnonakkord die häufigste Form, mit großer None in Dur und kleiner None in Moll. Oft wird der Grundton weggelassen, sodass ein verminderter Septakkord oder ein halbverminderter Klang entsteht. Im Jazz gehört die None zu den Optionstönen und wird als 9 oder als alterierte None notiert. In der Musik des Impressionismus werden Nonenakkorde häufig parallel verschoben, ohne aufgelöst zu werden. ## Spielpraxis
Setze die None nach oben und lass zwischen ihr und dem Grundton genug Abstand. Löse Nonenvorhalte deutlich abwärts auf. Und bestimme bei verkürzten Formen, welcher Ton weggelassen ist — das erklärt, wohin der Klang führt.