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Akkord

Polychord

Klang aus zwei oder mehr übereinandergeschichteten Akkorden, notiert mit waagerechtem Strich, etwa F über C.

Was es bedeutet

Ein Polychord ist ein Klang, der aus zwei oder mehr übereinandergeschichteten Akkorden besteht, etwa D-Dur über C-Dur. Die Akkorde bleiben als eigenständige Klänge hörbar und verschmelzen doch zu einem gemeinsamen, reich gefärbten Gesamtklang. Im Akkordsymbol wird das Polychord meist wie ein Bruch geschrieben: der obere Akkord über einem waagerechten Strich, darunter der untere.

Musikalische Verwendung

Polychorde kommen vor allem in der Musik des 20. Jahrhunderts vor. Berühmt ist der „Petruschka-Akkord“ in Igor Strawinskys Ballett „Petruschka“ (1911), der C-Dur und Fis-Dur gleichzeitig erklingen lässt. Auch im Jazz sind sie üblich, dort als Obertonstrukturen (Upper Structures), bei denen ein Akkord über einem Basston oder einem Grundakkord liegt.

Abzugrenzen ist das Polychord vom Slash-Chord, bei dem nur ein einzelner Basston geändert wird (etwa C/E), und von der Polytonalität, die mehrere Tonarten gleichzeitig meint, während das Polychord auf der Ebene der Akkorde bleibt.

Spielpraxis

Wenn du ein Polychord spielst, höre auf beide Akkorde einzeln und auf ihr Zusammenwirken. Auf dem Klavier kannst du den unteren Akkord in der linken, den oberen in der rechten Hand spielen und dann die Lautstärken so abstimmen, dass beide erkennbar bleiben.