Sechsvierteltakt
Taktart mit sechs Vierteln je Takt.
Was es bedeutet
Der Sechsvierteltakt (6/4) ist eine Taktart, in der jeder Takt sechs Viertelnoten oder deren Wert in anderen Notenwerten umfasst.
Wie beim verwandten Sechsachteltakt wird der Sechsvierteltakt in der Regel nicht als sechs gleichmäßige Schläge empfunden, sondern als zusammengesetzter Zweiertakt aus zwei Gruppen zu je drei Vierteln, die sich auch als zwei punktierte Halbe zusammenfassen lassen.
Im Notenbild
Notiert wird der Sechsvierteltakt mit der Taktvorzeichnung 6/4; innerhalb des Taktes gliedern Notenwerte und Balkungen häufig sichtbar die beiden Dreiergruppen, etwa durch punktierte Halbe oder durch getrennte Balkung der ersten und zweiten Takthälfte.
Musikalische Verwendung
Der Sechsvierteltakt tritt seltener auf als der Sechsachteltakt, findet sich aber in getragener, breit angelegter Musik, etwa in langsamen Sätzen oder Chorälen, wo die längeren Notenwerte des Vierteltakts einen ruhigeren, gewichtigeren Grundpuls erzeugen als vergleichbare Sechsachtel-Passagen.
Abzugrenzen ist der Sechsvierteltakt vom Dreivierteltakt, mit dem er zwar dieselbe Grundnotenwert-Einheit teilt, sich aber durch die doppelte Taktlänge und die daraus resultierende Zweiteiligkeit innerhalb des Taktes unterscheidet, sowie vom Sechsachteltakt, der bei gleicher Zweiteiligkeit auf der Basis von Achteln statt Vierteln beruht und dadurch tendenziell schneller und leichtfüßiger wirkt.
Spielpraxis
Zähle den Sechsvierteltakt zunächst in zwei großen Schlägen zu je drei Vierteln, statt in sechs Einzelschlägen, um den zusammengesetzten Charakter des Taktes von Anfang an richtig zu erfassen. Achte auf einen ruhigen, tragenden Grundpuls, der zum breiteren Charakter dieser Taktart passt.