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Takt

Zusammengesetzter Takt

Taktart, deren Zählzeit sich in drei Teile teilt, etwa 6/8 oder 9/8.

Was es bedeutet

Als zusammengesetzt bezeichnet man Taktarten, deren Zählzeit sich in drei gleiche Teile teilt. Dazu gehören 6/8, 9/8 und 12/8, entsprechend mit zwei, drei und vier Zählzeiten je Takt. Die Zählzeit ist in allen Fällen die punktierte Viertel; die Bruchzahl nennt dagegen die Drittel dieser Zählzeit.

Der Gegenbegriff ist die einfache Taktart, bei der sich die Zählzeit in zwei Teile teilt — 2/4, 3/4, 4/4. Der Unterschied liegt also nicht in der Zahl der Zählzeiten, sondern in ihrer Unterteilung. Ein Sechsachteltakt und ein Zweivierteltakt haben beide zwei Zählzeiten; im einen zerfällt jede in drei, im anderen in zwei Teile.

Davon wiederum zu trennen sind die ungeraden Taktarten wie 5/8 oder 7/8, deren Gruppen ungleich groß sind.

Im Notenbild

Die Balkung fasst die kleinen Werte zu Dreiergruppen zusammen, eine Gruppe je Zählzeit; daran ist die Taktart im Schriftbild sofort zu erkennen. Ein voller Takt wird durch punktierte Werte gefüllt. Metronomangaben beziehen sich auf die punktierte Viertel — hier entstehen beim Einstellen des Metronoms die häufigsten Missverständnisse.

Musikalische Verwendung

Zusammengesetzte Takte tragen Tänze wie Gigue und Tarantella, außerdem Barkarolen, Pastoralen, Wiegenlieder und viele Volkslieder. Der wiegende oder rollende Charakter entsteht aus der durchgehenden Dreiteiligkeit, die schärfere Akzente vermeidet. In raschen Sätzen wirkt dieselbe Gliederung vorwärtstreibend. Auch in der populären Musik ist sie verbreitet, dort häufig als Shuffle-Empfindung notierter Achtel.

Man unterscheidet ihn vom einfachen Takt. Beispiele sind 6/8, 9/8 und 12/8. Englisch heißt er compound meter.

Spielpraxis

Zähle die Zählzeiten, nicht die Achtel, sobald das Tempo es zulässt. Halte die drei Töne jeder Gruppe gleichmäßig — das mittlere wird leicht zu kurz und macht aus der Dreiergruppe eine Punktierung. Betone den ersten Schlag des Takts deutlich, die übrigen Zählzeiten leichter. Und prüfe bei jeder Metronomangabe, ob sie sich auf die punktierte Viertel bezieht, bevor du das Tempo einstellst.