Septole
Gruppe von sieben Noten anstelle einer regulären Einteilung.
Was es bedeutet
Eine Septole ist eine Gruppe von sieben Noten gleicher Dauer, die in dem Zeitraum gespielt werden, der regulär einer anderen, meist geraden Anzahl von Noten entspricht, etwa vier oder acht.
Wie andere unregelmäßige Gruppierungen (Triole, Quintole, Sextole) gehört die Septole zu den sogenannten Sonderwerten, bei denen die tatsächliche Notenzahl von der metrisch erwarteten Zahl abweicht.
Im Notenbild
Notiert wird die Septole durch eine Klammer oder einen Bogen über den sieben zusammengehörigen Noten, versehen mit der Ziffer 7, die die Zahl der Noten innerhalb der Gruppe angibt.
Musikalische Verwendung
Septolen finden sich vor allem in virtuoser, oft romantischer oder impressionistischer Klaviermusik, wo sie einen fließenden, leicht irregulären Klangeindruck erzeugen, der sich bewusst von der Regelmäßigkeit gerader Notengruppen abhebt, ebenso in modernen Kompositionen mit komplexer rhythmischer Sprache.
Da sieben eine ungerade Primzahl ist, lässt sich eine Septole nicht durch einfaches Halbieren in kleinere gleichmäßige Einheiten zerlegen, was ihre Ausführung technisch anspruchsvoller macht als etwa die einer Vierergruppe.
Abzugrenzen ist die Septole von der Sextole, die sechs statt sieben Noten im selben Zeitraum unterbringt und sich, da sechs eine gerade Zahl ist, leichter in zwei Dreiergruppen unterteilen lässt, sowie von der Triole, der einfachsten und häufigsten dieser unregelmäßigen Gruppierungen.
Spielpraxis
Übe eine Septole zunächst sehr langsam, indem du dir die sieben Noten innerlich in eine ungleichmäßige, aber gleichbleibende Unterteilung gliederst, etwa 4+3, statt zu versuchen, sie mechanisch mitzuzählen. Steigere das Tempo erst, wenn die Gruppe gleichmäßig und ohne Stocken gelingt.