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Theorie

Terzparallelen

Terzparallelen sind zwei Stimmen, die im Abstand einer Terz gemeinsam auf- oder abwärts gehen. Sie klingen weich und süß und gelten, anders als parallele Quinten oder Oktaven, als erlaubt. Man hört sie in Duetten, im Volkslied und in der Popmusik.

Bedeutung
zwei Stimmen im Terzabstand, gleiche Richtung
Status
erlaubt, im Gegensatz zu Quinten und Oktaven
Innerhalb der Tonart
wechseln große und kleine Terzen
Typisch für
Duette, Volkslieder, Chorsatz

Weich, aber nicht verschmolzen

Die Terz ist ein Intervall, das nicht ganz so stark verschmilzt wie die Quinte. Deshalb bleiben zwei Stimmen im Terzabstand als zwei Stimmen hörbar, auch wenn sie parallel laufen. Das ist der Grund, warum die Satzlehre die Quintenparallelen meidet, die Terzparallelen aber ausdrücklich zulässt. Sie sind der Sonderfall der Parallelbewegung, der am häufigsten vorkommt.

Terzen in C-Dur, aufwärts, mit Abschluss

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Eine Tonleiter in Terzen: c–e (große Terz), d–f (kleine), e–g (kleine), f–a (große), g–h (große). Zum Schluss geht die Zeile mit e–g wieder abwärts. Die Stufenabstände bleiben gleich, die Größe der Terz wechselt, weil die Halbtöne der Tonleiter an verschiedenen Stellen liegen.

Große und kleine Terzen

Innerhalb einer Tonleiter ändert sich die Größe der Terz je nach Stufe. In C-Dur liegen drei große Terzen (auf c, f und g) und vier kleine (auf d, e, a und h). Die Tonart ist dabei das Gerüst, nicht der Terzabstand allein: Die Stimmen halten denselben Stufenabstand, auch wenn die Größe wechselt. Wie die Terzgröße mit Dur und Moll zusammenhängt, zeigt der Artikel Die Terz als Schalter.

Eine längere Kette von Terzen klingt mit der Zeit eintönig. Lehrbücher empfehlen deshalb, sie nach einigen Schritten zu unterbrechen, etwa durch Gegenbewegung oder durch Sexten.

Zum Üben: Spiele das Beispiel mit zwei Instrumenten oder beiden Händen. Prüfe, wo du eine große und wo eine kleine Terz hörst. Im Intervall-Hörtraining übst du genau diesen Unterschied.

Häufige Fehler

  • Terzparallelen verbieten: Nur Quinten und Oktaven sind in der strengen Lehre problematisch.
  • Die Terzgröße für konstant halten: Sie wechselt mit den Halbtönen der Tonleiter.
  • Zu lange Ketten schreiben: Sie ermüden das Ohr.