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Vortrag

Attacca

Ohne Pause zum nächsten Satz oder Abschnitt übergehen.

Was es bedeutet

Attacca, italienisch für „er/sie/es greift an“ oder „setzt an“, ist eine Vortragsanweisung, die verlangt, ohne Pause unmittelbar zum nächsten Satz oder Abschnitt eines Werks überzugehen. Sie hebt damit die sonst übliche kurze Unterbrechung zwischen zwei Sätzen eines mehrsätzigen Werks auf.

Häufig erscheint die Verstärkung „attacca subito“, „sogleich angreifen“, die den unmittelbaren Übergang noch nachdrücklicher fordert, sowie die genauere Angabe „attacca il [Satzbezeichnung]“, die den folgenden Abschnitt beim Namen nennt.

Im Notenbild

Die Anweisung steht am Ende eines Satzes, meist unterhalb des letzten Systems oder direkt über dem folgenden Taktstrich, und ersetzt dort die sonst mögliche Fermate oder Pause zwischen den Sätzen.

Musikalische Verwendung

Attacca findet sich vor allem dort, wo Komponisten die formale oder inhaltliche Einheit eines mehrsätzigen Werks betonen wollen, etwa wenn ein langsamer Satz unmittelbar in ein energisches Finale mündet oder wenn ein musikalisches Motiv über die Satzgrenze hinweg fortgeführt wird. Beethoven setzte die Anweisung wiederholt ein, um Sätze seiner Sinfonien und Klaviersonaten ineinander übergehen zu lassen.

Abzugrenzen ist attacca von der bloßen Abwesenheit einer Fermate am Satzende, die noch keine ausdrückliche Anweisung zum unmittelbaren Übergang darstellt, sowie von der Anweisung „senza pausa“, die im gleichen Sinn verwendet wird, aber seltener vorkommt.

Spielpraxis

Bereite dich bei einem attacca-Übergang darauf vor, dass du keine Zeit zum Stimmen, Umblättern oder längeren Atemholen hast; plane solche Handgriffe bereits während der letzten Takte des vorangehenden Satzes ein. In einem Ensemble solltet ihr den Einsatz nach dem attacca gemeinsam vorher festlegen, damit der Übergang nicht durch Unsicherheit ins Stocken gerät.