Attacca
Attacca (italienisch, zum Verb „attaccare“) ist eine Anweisung am Ende eines Satzes. Sie verlangt, den folgenden Satz sofort und ohne Unterbrechung zu beginnen, also ohne die sonst übliche Pause zwischen zwei Sätzen.
- Bedeutung
- ohne Pause an den nächsten Satz anschließen
- Sprache
- Italienisch
- Steht
- am Ende eines Satzes
- Steigerung
- attacca subito (sofort anschließen)
- Verwandt
- Fermate
Der Satz endet, das Stück geht weiter
Viele Werke bestehen aus mehreren Sätzen, zwischen denen es normalerweise eine kleine Pause gibt. „Attacca“ nimmt diese Pause weg. Das Wort steht am Ende eines Satzes und ist eine Anweisung an die Spielenden: Der nächste Satz folgt sofort, ohne Unterbrechung. Es gehört zum Verb „attaccare“, das in der Musik „mit dem Spielen beginnen“ bedeutet. Der Zusatz „subito“ (sofort, siehe Subito) verstärkt die Forderung noch einmal.
Satzschluss mit Fermate und attacca
Ein eigenes Beispiel mit fünf Ereignissen: vier Viertel unter einem Bogen und eine ganze Note mit Fermate. Die Fermate hält den Schlusston länger als notiert. Das Wort „attacca“ sagt, dass danach ohne Pause der nächste Satz beginnt.
Attacca bei Beethoven
Ein Beispiel im Notenarchiv steht am Ende des ersten Satzes der Mondscheinsonate.
Klavier
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Mondscheinsonate, 1. Satz Ludwig van Beethoven, Sonate Nr. 14 cis-Moll, op. 27 Nr. 2 · Klavier · 5 Seiten
Seite 5, letztes System (Takte 66 bis 69): Unter dem Klaviersystem steht kursiv „attacca subito il seguente“ in zwei Zeilen, beginnend unter Takt 68, davor pp. Takt 69 ist der Schlusstakt, ein ausgehaltener Akkord mit Fermate und Schlussstrich. Das Blatt enthält nur diesen ersten Satz.
Der Satz verklingt im pp und endet auf einem Akkord mit Fermate. Eine Fermate hält einen Ton oder Akkord länger als notiert (siehe Fermate). Zwischen zwei Sätzen gibt es sonst eine Pause. Die Anweisung darunter nimmt sie weg: Der nächste Satz setzt gleich ein. Im Archiv liegt nur der erste Satz, was danach kommt, steht dort nicht.
Abgrenzung
- Fermate: Sie dehnt einen Ton. Attacca regelt, was danach geschieht. Beide können zusammen am Satzende stehen, wie bei Beethoven.
- Generalpause: Sie ist eine bewusste, notierte Stille im Stück. Attacca verlangt dagegen, dass zwischen zwei Sätzen keine Stille entsteht.
- Segue: Auch dieses Wort verlangt ein Weiterspielen ohne Unterbrechung.
Häufige Fehler
- Nach der Fermate absetzen oder nachgreifen: Bei attacca beginnt der nächste Satz sofort.
- Attacca mit einem Tempowort verwechseln: Es sagt nichts über die Geschwindigkeit, nur über den Anschluss.
- Attacca am Satzanfang suchen: Die Anweisung steht am Ende des Satzes, der vorher endet.
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Verwandte Begriffe
FermateSegueSubitoSatzSonateGeneralpausePauseTempoAdagio
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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