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Tonleiter

Blues-Tonleiter

Die Blues-Tonleiter entsteht, wenn man der Moll-Pentatonik die verminderte Quinte hinzufügt. In a besteht sie aus a, c, d, es, e, g. Der Zusatzton heißt Blue Note: Er wird meist nicht ausgehalten, sondern durchschritten, und ist die bewusst gesetzte Reibung der Tonleiter.

Töne in a
a – c – d – es – e – g
Grundlage
Moll-Pentatonik (a – c – d – e – g)
Zusatzton
verminderte Quinte, in a das es
Zusatzton heißt
Blue Note

Vom Pentatonik-Muster zur Blues-Tonleiter

Der Artikel Pentatonik als erste Improvisation erklärt den Weg: Beginnt man die Dur-Pentatonik c – d – e – g – a bei a, entsteht die Moll-Pentatonik mit denselben fünf Tönen. Sie ist die Grundlage fast aller Rock- und Blues-Soli. Fügt man ihr einen einzigen weiteren Ton hinzu, die verminderte Quinte, in a-Moll also das es, erhält man die Blues-Tonleiter.

Blues-Tonleiter in a

a c d es e g a 1½ 1 ½ ½ 1½ 1

Die Moll-Pentatonik a – c – d – e – g mit dem zusätzlichen es. Markiert ist die Blue Note. Sie liegt zwischen d und e und bildet mit beiden einen Halbtonschritt: genau die Reibung, die die Pentatonik sonst nicht kennt.

Zwischen d, es und e liegen zwei Halbtonschritte hintereinander. Der Artikel beschreibt, warum das wirkt: Die Pentatonik hat keinen Halbton und damit keine Reibung; die Blue Note ist die eine bewusst gesetzte. Sie werde deshalb meist nicht ausgehalten, sondern durchschritten.

Eine zweite Blue Note

Die Seite Intervalle beschreibt die kleine Septime im Blues als typische „Blue Note“. Die im Blues oft gesungene oder gespielte Septime entspreche eher dem natürlichen siebten Naturton im Verhältnis 7:4, der etwas tiefer liegt als die gleichstufige kleine Septime, etwa 31 Cent. Der Blues-Klang entsteht also nicht nur aus dem Zusatzton der Tonleiter, sondern auch aus der Art, wie Töne gespielt werden.

Üben ohne Dauerschleife

Auf der Gitarre lässt sich das Pentatonik-Muster beliebig lange auf- und abspielen, ohne dass etwas schiefgeht, und genau das werde zur Falle: Es entstehe Bewegung ohne Aussage. Das Gegenmittel nach dem Artikel: Selbstbeschränkung, etwa drei Töne für ein ganzes Solo, oder Phrasen, die zweimal gleich beginnen und beim dritten Mal anders enden. Phrasen brauchen Enden, nach je zwei Takten eine Pause von einem halben Takt.

Selbst ausprobieren: Im Tonleiter-Hörtraining kommen auf höheren Stufen Pentatonik und Bluesskala dazu. Spiele die Töne a – c – d – e – g über einem a-Moll-Akkord, und führe das es nur als Durchgang zwischen d und e ein. Setze dir vor jeder Phrase einen Zielton, auf dem du landen willst.