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Tonleiter

Pentatonische Tonleiter

Skala aus fünf Tönen, häufig in Volksmusik.

Was es bedeutet

Eine pentatonische Tonleiter umfasst fünf Töne je Oktave. Die verbreitetste Form ist die anhemitonische Pentatonik, die ohne Halbtonschritte auskommt: Auf der Klaviatur entspricht sie den schwarzen Tasten. Ihre Abstände sind Ganztöne und kleine Terzen. Daneben gibt es Formen mit Halbtönen, die in ostasiatischen Musiktraditionen vorkommen.

Musikalische Verwendung

Weil die Halbtöne fehlen, fehlen auch die Spannungsverhältnisse, die in der diatonischen Leiter Richtung erzeugen — es gibt keinen Leitton und keinen Tritonus. Das macht die Pentatonik außerordentlich verträglich: Beliebige Töne dieser Skala klingen zusammen nie scharf, was ihre Verbreitung in Volksmusik, in Kinderliedern und im gemeinsamen Musizieren erklärt.

Zwei Formen sind besonders geläufig: die Dur-Pentatonik aus Grundton, großer Sekunde, großer Terz, Quinte und großer Sexte, und die Moll-Pentatonik aus Grundton, kleiner Terz, Quarte, Quinte und kleiner Septime. Beide enthalten dieselben Töne, nur von verschiedenen Stufen aus gelesen. Fügt man der Moll-Pentatonik die verminderte Quinte hinzu, entsteht die Blues-Tonleiter.

Pentatonische Skalen sind weltweit verbreitet und gehören zu den ältesten nachweisbaren Tonordnungen. In der Musikpädagogik werden sie früh eingesetzt, weil sich auf ihnen ohne Vorkenntnisse improvisieren lässt.

Die häufigste Form ist die halbtonlose Pentatonik, die den schwarzen Tasten des Klaviers entspricht. Sie kommt in Volksmusik aus Ostasien, Afrika, Schottland und Amerika vor, im Blues und Rock und in vielen Kinderliedern. Da Halbtöne fehlen, entstehen keine scharfen Dissonanzen; deshalb eignet sie sich gut für Improvisation und Schulmusik. Es gibt auch halbtonhaltige Pentatoniken, etwa in der traditionellen japanischen Musik, die einen ganz anderen, herberen Charakter haben. ## Spielpraxis

Nutze die Pentatonik zum Improvisieren: Über einer einfachen Begleitung kann kaum etwas falsch klingen, was die Aufmerksamkeit auf Rhythmus und Gestaltung lenkt. Achte darauf, die Skala nicht auf- und abzulaufen, sondern Motive zu bilden. Und höre auf die kleinen Terzen — sie geben der Pentatonik ihren offenen Klang und wollen nicht überspielt werden.