c-Moll
Moll-Tonart mit drei Bs; Paralleltonart zu Es-Dur.
Was es bedeutet
Die Molltonart c-Moll hat drei Bs in der Vorzeichnung: b, es und as. Ihr Grundton ist c, ihre Durparallele Es-Dur. Im Quintenzirkel liegt sie drei Schritte auf der B-Seite.
Musikalische Verwendung
Seit Ludwig van Beethoven gilt c-Moll als eine besonders dramatische, schicksalhaft-kämpferische Tonart, geprägt vor allem durch dessen fünfte Sinfonie (1808), die dritte Klaviersonate Pathétique (1798) und die Klaviersonate op. 111 (1822). Auch andere Komponisten griffen diese Tradition auf, etwa Johannes Brahms in seiner ersten Sinfonie (1876).
Diese Charakterzuschreibung ist historisch gewachsen und kulturell geprägt, nicht physikalisch begründet: Auf gleichstufig gestimmten Instrumenten unterscheidet sich c-Moll klanglich nicht grundsätzlich von anderen Molltonarten. Abzugrenzen ist c-Moll von der gleichnamigen Durtonart C-Dur, mit der sie den Grundton, nicht aber die Vorzeichnung teilt.